Feuerwehr: Vier Städte hoffen auf Rabatt

Gemeinsame Bestellung von Autos soll Kosten senken

Lengenfeld.

Die Städte Lengenfeld, Falkenstein, Elsterberg und Schöneck wollen vier baugleiche Hilfeleistungsfahrzeuge für ihre Feuerwehren anschaffen. Die Städte erhoffen sich eine zusätzliche Förderung vom Landkreis und einen Rabatt beim Hersteller. Ob der Plan aufgeht, zeigen die Fördermittelbescheide und Ausschreibungsergebnisse der nächsten Monate.

Die Lengenfelder Stadträte fassten den nötigen Beschluss. Die Feuerwehr der Stadt unter Leitung von Christian Kirsch soll den Kauf organisieren. Die Kosten liegen pro Fahrzeug bei etwa 490.000 Euro. Die Grundförderung beträgt 182.000 Euro. Möglich sei laut Sebastian Kirsch, Ortswehrleiter von Lengenfeld, eine Zusatzförderung für den überörtlichen Einsatz der Fahrzeuge von 53.000 Euro: "Alle Gemeinden haben den Antrag entsprechend gestellt. Die Entscheidung trifft das Landratsamt." Ein Rabatt beim Hersteller, wenn dieser einen Auftrag für vier baugleiche Fahrzeuge erhält, sei möglich, aber nicht sicher.

Vertreter der vier Feuerwehren trafen sich zur Vorbereitung: "Wir haben ein gemeinsames Leistungsverzeichnis erarbeitet", so der Ortswehrleiter. Ausrüstungsgegenstände wie Spreizer, Schere, Atemschutztechnik und Wassertank gehören vorschriftsmäßig auf das Fahrzeug. Kirsch: "Es stand zum Beispiel zur Diskussion, die Fahrzeuge angesichts der vielen Stürme in letzter Zeit noch zusätzlich mit einer zweiten Kettensäge ausrüsten." Laut Kirsch bestand schnell Einigkeit, wie die Fahrzeuge auszustatten seien. Für die Feuerwehren sind diese Hilfeleistungsfahrzeuge von existenzieller Bedeutung. Sebastian Kirsch: "98 Prozent aller Einsätze fahren wir mit diesem Fahrzeug. Es kommt bei allen Arten von Hilfeleistung zum Einsatz, von der Türöffnung bis zum Unfall auf der Autobahn, aber auch bei Bränden." Neben der Ausrüstung kann das Fahrzeug eine achtköpfige Gruppe plus Gruppenführer befördern.

Kirsch hofft, dass bis zum Herbst der Auftrag ausgelöst werden kann. In Lengenfeld ist geplant, das 20 Jahre alte Löschfahrzeug auszumustern. Wie Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) erklärte, häufen sich Reparaturen. Sollte die Sammelbestellung scheitern, beauftragte der Lengenfelder Stadtrat den Bürgermeister gleichzeitig, die Beschaffung des Fahrzeuges für Lengenfeld allein voranzubringen.

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