Fred Feuerstein begleitet Besucher durch den Irrgarten

Alljährlich im September pendeln viele Vogtländer zu einem besonderen Freizeitvergnügen ins benachbarte Thüringen. Ziel ist ein Feld voller Mais.

Oettersdorf.

Wenn Petra Hirsch vom gleichnamigen Landwirtschaftsbetrieb in der Nähe von Schleiz sich Gedanken macht, wie ihr Maislabyrinth aussehen soll, geht es ihr um mehr als den Spaß der Besucher. Die Oettersdorferin will auf ihren Berufsstand, die Probleme, welche die landwirtschaftlichen Betriebe haben, aufmerksam machen. Familie Feuerstein ist das Motiv des diesjährigen Maislabyrinths, das man allerdings nur aus der Luft erkennt. Zu sehen sind Fred und Wilma, die bekanntesten Figuren der beliebten Zeichentrickserie, die noch mit Fahrzeugen aus Steinen, Holz und auch Tierfellen unterwegs waren. Droht diese Zeit wieder? Petra Hirsch reagiert mit dem Motiv auf aktuelle Diskussionen über Diesel- und Benzinverbote. Sie lassen in den Augen der Landwirte befürchten, dass es für sie im Jahr 2030 quasi zurück in die Steinzeit geht. Für die heutige Landwirtschaft sei das ein ernstes Thema, meint Petra Hirsch.

Fast wäre allerdings aus dem diesjährigen Maislabyrinth nichts geworden. "Dass es am 12. und 13. Juli regnete, war entscheidend für uns", resümiert die rührige Landwirtin "Sonst hätten wir das Maislabyrinth dieses Jahr absagen müssen." Denn wenn die Pflanzen wegen anhaltender Trockenheit nicht hochwachsen, könne man nicht von einem Labyrinth sprechen. Die Umrisse des Motives bilden den Weg durch den Irrgarten. Freie Sicht sollte man dort nicht haben. Nur einmal war der Spielspaß bisher ausgefallen, das war im Jahr 2010. Doch nun steht der Mais hochgewachsen da, die Landwirtin ist zufrieden.


Doch nicht nur das eigentliche Labyrinth lockt die Besucher an. Petra Hirsch lässt sich auch sonst immer etwas einfallen. Vor dem Eingang befindet sich jetzt ein kleiner Strand mit Sonnenschirm, Liegestühlen, Tisch und einem tierischen Tic Tac Toe-Spiel. "Das habe ich selbst gebaut", sagt sie. Aus Holzscheiben und mit tierischen Motiven bietet es viel Spielspaß. Für Hunde gibt es einen überdachten "Parkplatz". Kinder können im Sandkasten oder auf der Strohhüpfburg spielen oder sich die Hühner, Gänse und die beiden Pferde namens Melody und Odin von Familie Hirsch anschauen. Auch Hund Frieder ist mit vor Ort, darf aber wie alle Vierbeiner nicht mit ins Maisfeld.

Das Maislabyrinth in Oettersdorf ist

an den Wochenenden bis einschließlich

14./15. September geöffnet - samstags 13 bis 20 Uhr und sonntags 13 bis 19 Uhr. An jedem Wochenende gibt es ein anderes Rahmenprogramm.

www.hirschsmaislabyrinth.de

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