Gespann-Fahrer treffen sich an der Göltzschtalbrücke

Zur Auftakt-Veranstaltung waren mehr Teilnehmer gekommen als erwartet. Initiator Jürgen Bär kann sich weitere Treffen vorstellen.

Netzschkau.

Zum ersten Gespann-Treffen am Samstag an der Göltzschtalbrücke sind mehr 23 Gespannführer mit ihren Fahrzeugen gekommen. Organisator Jürgen Bär war überwältigt von dem Zuspruch, mit dem er nicht so gerechnet hatte. Zu den Gespannführern kamen noch die Beifahrer sowie einige Interessenten, die mit 13 Motorrädern unterwegs waren.

Nach der Möglichkeit zur Führung durch Ketzels Mühle starteten die Fahrer in Richtung Kahmer zum Mittagessen. Von dort ging es weiter zum Rollbockschuppen nach Oberheinsdorf. Ziel war wieder die Göltzschtalbrücke, wo das Treffen bei Gesprächen, Kaffee und Kuchen endete.

Zu den Teilnehmern gehörten Peter und Sabine Pöhland aus Weißensand. Das Paar war vor zwei Wochen mit dem MZ-Gespann, Baujahr 1983, bei der Sachsen Classic und hat dort den ersten Preis gewonnen. Peter Pöhland sagte rückblickend: "Das war reine Glückssache. Wir waren zum ersten Mal dabei und haben den anderen 39 die Show gestohlen." Seine Frau ergänzte: "Am besten hat uns gefallen, dass wir 20 Minuten auf dem Grand-Prix-Gelände am Sachsenring fahren durften." Die nächste Herausforderung ist die Erzgebirgsclassic in zwei Wochen.

Beim Gespann-Treffen rund um die Göltzschtalbrücke ging es weder um Zeiten noch Punkte, sondern um Spaß und Begegnung. Peter Pöhland: "Wenn schon so etwas in der Region stattfindet, muss man einfach dabei sein."

Beim Gang vorbei an den Fahrzeugen staunten selbst Kenner der Szene wie Helmut Theiß, der frühere Fahrtleiter vom Reichenbacher Oldtimerclub. Er entdeckte ein Jawa-Gespann mit Seitenwagen. "Etwas seltenes. Die Jawa gab es oft, aber nicht mit Original-Seitenwagen", erklärte er und begrüßte Klaus Grellmann aus Reichenbach. "Der hat das ersten Bergrennen gewonnen, als wir 1965 wieder angefangen haben", so Helmut Theiß. Grellmann war mit einer Solomaschine an die Brücke gekommen. Mitfahren durfte er trotzdem, denn die Organisatoren Ramona und Jürgen Bär sehen das nicht so eng.

"Wir wollen ein lockeres Treffen", so Jürgen Bär. "Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen. Das Wetter spielt auch mit", meinte Grellmann.

Bestaunt wurden auch ehemalige Militärgespanne oder die etwas älteren Modelle, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Eisenach unter der Marke EMW produziert wurden. Mit einem EMW-Gespann R 35/3, Baujahr 1952, hatten sich Torsten und Sabine Heine aus Kauschwitz aufgemacht. Vor acht Jahren wurde das Motorrad mit Seitenwagen restauriert und war seitdem bei verschiedenen Aktivitäten dabei.

Viele Teilnehmer hatten vom Treffen aus der "Freien Presse" erfahren. Oder beim sonntäglichen Treffen mit Benzingeprächen an der Pöhl davon gehört, zu dem Freunde der historischen Fahrzeuge in der Saison jede Woche zusammenkommen. Jürgen Bär kann sich gut weitere Treffen vorstellen, denn alles verlief entspannt und ohne Probleme. Die Göltzschtalbrücke soll zum Treffpunkt der Gespannfahrer werden.

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