Israelfreunde bringen Pakete auf den Weg

Jedermann kann mitmachen - Volkskunstobjekte gefragt

Reichenbach.

Die Sächsischen Israelfreunde (SIF) haben sich eine besondere Aktion ausgedacht, da Reisen nach Israel zurzeit nicht möglich sind: Sie wollen Päckchen mit Lichterbogen, im Erzgebirge Schwibbogen genannt, und andere erzgebirgische Volkskunst nach Sderot und Nir Am in Israel schicken. Auch kleine Überraschungen für Kinder und Jugendliche können dabei sein. Die Aktion läuft unter dem Motto "Schwibb-Schwupp-Siderot - Mein Paket für Israel".

Der Handwerkerdienst der SIF renoviert seit mehr als 15 Jahren Wohnungen für Holocaustüberlebende in Israel. In Sderot wurde eine Suppenküche für Bedürftige gebaut. Während des zweijährigen Aufenthaltes lernten die Teilnehmer das Leben in der Grenzstadt zu Gaza kennen. Sie erlebten selbst Raketenangriffe und konnten nachvollziehen, was es heißt, einen Teil des Tages im Bunker verbringen zu müssen. Solche Einrichtungen gehören dort zu jedem Kindergarten, zu jeder Schule, zu jedem Spielplatz, zu jedem Wohngebiet. Ilona Rothin: "Viele Kinder sind traumatisiert und werden in einer Spezialklinik für Kinder-Traumata in Sderot behandelt. Ein Leben ohne Raketenalarm kennen diese Kinder nicht. Dazu kommt, dass in der Gegend nahe dem Gazastreifen nicht unbedingt wohlhabende Familien wohnen." Die Journalistin begleitete die Handwerker und hielt ihr Wirken in einem Film fest, der bereits auf verschiedenen Sendern wie Arte lief.

Aus dem Handwerkerprojekt entstand die Idee für "Ferien in Frieden", ein Ferienlager für Kinder aus Sderot. Sie sollten im Sommer nach Plohn und Reudnitz kommen. Aufgrund von Corona in Deutschland und Israel wurde das Pilotprojekt in den Sommer 2021 verlegt.

Wer mitmachen will bei der Paketaktion, schickt seine Adresse an info@zum-leben.de und erhält einen Namen und eine Adresse sowie weitere Informationen. Dann kann er sein Päckchen packen und zur Post bringen. Weitere Informationen zur Aktion sind im Internet zu finden unter: www.zum-leben.de

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