Mehr als eine Million Euro fließen für Feuerwehr

Mehr Stunden in Einsatz und das mit weniger Helfern, so lautete die Bilanz der Reichenbacher Freiwilligen Feuerwehr für 2018. 48 Menschenleben konnten gerettet werden.

Reichenbach.

Mit sechs aktiven Helfern weniger musste die Freiwillige Feuerwehr in Reichenbach 2018 gegenüber 2017 auskommen. Dafür wurden 790 Stunden im Einsatz mehr geleistet. Reichenbachs Oberbürgermeister, Raphael Kürzinger (CDU), sagte zur Jahreshauptversammlung der Helfer am Freitagabend: "Die Stadt Reichenbach hat im Haushaltplan 1,15 Millionen Euro für die Freiwillige Feuerwehr, davon 600.000 für laufende Kosten."

Der OB setzte hinzu: Die Feuerwehr-Drehleiter, die bereits von der Stadtverwaltung bestellt wurde, komme jedoch wegen Lieferengpässen voraussichtlich erst im 2020 Jahr. Dafür kündigte er eine Lösung für das unzureichende Feuerwehr-Gerätehaus in Obermylau an. Die Bedingungen dort entsprechen nicht mehr den heutigen Erfordernissen. Allerdings sei die Auflösung von Wehren auch keine Alternative. Kürzinger: "Die Feuerwehr ist im Ort nicht nur der Retter in der Not, sondern erfüllt auch soziale, kulturelle und gemeinschaftliche Funktionen, sie schafft mit vielfältigen Aktivitäten Kontakte zwischen den Menschen."

Stadtwehrleiter Thomas Weck berichtete bei der Jahreshauptversammlung: 48 Menschenleben und damit 14 mehr als im Vorjahr konnten 2018 die Helfer retten. Dreimal kam jede Hilfe zu spät. Acht Helfer wurden neu aufgenommen, davon drei aus der Jugendfeuerwehr.

217 Mal wurden die Retter zu Einsätzen alarmiert, darunter zu 25 Bränden im Stadtgebiet. Allen in Erinnerung ist noch der Brand bei der Müllfirma Glitzner in Schneidenbach am 10. September. Dort brannte eine Lagerhalle komplett nieder. 27 Fehlalarme schlagen zu Buche, darunter 20 Auslösungen durch Brandmeldeanlagen. 153-mal leisteten die Wehrmitglieder technische Hilfe. Zu überörtlichen Einsätzen wurden die Reichenbacher zwölf Mal gerufen.

Die Einsatzstunden werden durch eine ähnlich hohe Zahl an Ausbildungsstunden bei den Diensten, im Landkreis sowie auf der Landesfeuerschule aufgestockt. Etwa 1500 Stunden wurden bei Theaterwachen im Neuberinhaus, bei Veranstaltungen, Wettkämpfen oder in der Präventionsarbeit in Schulen und Kindergärten geleistet.

Die beiden Mannschaften im Feuerwehrsport nahmen regelmäßig an Wettkämpfen im Löschen teil. Dabei konnten die Männer drei Mal den Sieg erkämpfen. Die erst zwei Jahre alte Frauenmannschaft belegte einen zweiten und einen dritten Platz.

Der frühere städtische Fachbereichsleiter für Bürgerservice, Kultus und Soziales, Matthias Pürzel, der zum Jahresende in den Ruhestand ging, zeigte sich zufrieden mit der Würdigung der Arbeit der Feuerwehrleute. Zuvor hatte sich seine Nachfolgerin, Aline Reus, vorgestellt und versichert, dass ihr die Belange der Feuerwehr am Herzen liegen. Vom Reichenbacher Stadtwehrleiter erhielt sie ein paar nagelneue gelbe Stiefel, mit der Aufschrift FBL für Fachbereichsleiter(in). Sie waren in Größe 42 und damit etwas zum Hineinwachsen.


Fakten zur Feuerwehr Reichenbach

Mitgliederzahl, gesamt: 290 (Vorjahr 296) in sieben Wachen (Stand vom 31. Dezember 2018)

Mitglieder der Einsatzabteilung: 190 (198); Alters- und Ehrenabteilung: 91 (83); Frauengruppe: 15 (15); Jugendfeuerwehr: 59 (46);

Einsätze, gesamt: 217 (193), davon Brände 25 (17)

Ehrenamtliche Stunden, gesamt: 15.180 (14.390), davon bei Einsätzen 6730 (3348).

Beförderungen: zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau wurden befördert Katrin Danz, Clarissa Meißner, Jossine Hoffmann, Lukas Lorbeer; zum Oberfeuerwehrmann Ralf Brückner, Ralf Dörschel, Lutz Stark, Christian Ettl, Benjamin Lutz, Patrick Kulke; zum Löschmeister/-in Jan Zebedies, Thomas Blank, Toni Künzel, Marcel März, Stefan Neumann, Michael Roskosch, Kristin Schaller, Nadja Stepos, Florian Steps; zum Hauptlöschmeister Dominik Hoffmann und zum Oberbrandmeister Uwe Feuerer.

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