Minister: Schnellere Finanzhilfe bei Unwettern

Matthias Haß zu Gast in Reichenbach - Lob für Internetausbau in Region

Reichenbach.

Sofortige Finanzhilfen hatte Sachsens Finanzminister Matthias Haß (CDU) für die betroffenen Kommunen im Vogtland zwar nicht im Gepäck. Doch sollte in Zukunft erneut eine Windhose rund um Reichenbach für Zerstörung sorgen, könnte vielleicht schnell Geld fließen. "Wir prüfen gerade die Einführung eines Fonds für derartige Ereignisse", sagte Haß gestern in Reichenbach. Er sprach dort auf Einladung des Landtagsabgeordneten Stephan Hösl (CDU) mit Kommunalpolitikern aus der Region über aktuelle Probleme von Städten und Gemeinden im Vogtland. Die Unwetterschäden, die vor rund drei Wochen vor allem rund um Reichenbach aufgetreten waren, sorgten dabei unter anderem für Diskussionen. "Wir brauchen für so einen Fonds aber klare Maßstäbe, wann er in Anspruch genommen werden darf", so der Minister.

Matthias Haß lobte bei dem Gespräch den entschlossenen Ausbau des schnellen Internets im Vogtland. "Ich würde mir wünschen, dass es auch andernorts so zügig voranginge." Dies sei eine Besonderheit, die den Landkreis von anderen Regionen in Sachsen durchaus unterscheide. Ansonsten sei die Situation der vogtländischen Kommunen - einschließlich ihrer Sorgen - durchaus mit der im Rest des Freistaats vergleichbar.

Bei einem sehr konkreten Problem der Stadt Reichenbach versprach Haß, weiter am Ball zu bleiben: der Nachnutzung der Hochschulgebäude. Seit klar ist, dass sich die Westsächsische Hochschule Zwickau mit ihrer Außenstelle aus Reichenbach zurückzieht, wird über die Zukunft der Gebäude diskutiert. Große Hoffnung verbindet man in der Region mit der angestrebten Gründung eines Kompetenzzentrums für natürliche Kältemittel. In den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten befindet sich allerdings nach wie vor die Außenstelle der Hochschule. Einen konkreten Umzugstermin nach Zwickau gibt es nicht. Daran soll das Projekt aber auf keinen Fall scheitern. Darauf legt man auch innerhalb der Reichenbacher Kommunalpolitik großen Wert. Stadtrat Peter Tillack (Bitex): "Wir dürfen nicht warten, bis der Umzug abgeschlossen ist."

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