Mit Herzblut an die neue Aufgabe

Seit ein paar Wochen steht Silvia Heimer an der Spitze des Tierschutzvereins Reichenbach. Beim Tag der offenen Tür im Tierheim Limbach sprach sie über ihre Ziele.

Limbach.

Für ihre Tiere kämpft Silvia Heimer, die neue Vorsitzende des Tierschutzvereins Reichenbach, wie eine Löwin. Am liebsten würde sie jedem ihrer Schützlinge so schnell wie möglich ein passendes, neues Zuhause vermitteln. Ihren neuen Ehrenamts-Job füllt sie mit Herzblut aus. Das sagt sie selbst, und das ist zu spüren. Doch Fototermine sind ihr ein Graus, es sei denn, einer ihrer Lieblinge kommt mit aufs Bild. So war es auch am Sonntag beim Tag der offenen Tür im Limbacher Tierheim. Pepper, der große freundliche Schutzhund, der locker über Zäune springt, hat es ihr angetan. Mit ihm an ihrer Seite strahlt Silvia Heimer. Nur leider hat sich bisher keiner für diesen sanften Riesen interessiert.

Als neue Vereinschefin hat Silvia Heimer Frauke Waldenburger aus Limbach abgelöst. Silvia Heimer kommt aus Plauen. Eher zufällig ergab sich vor ein paar Jahren der Kontakt mit dem Tierheim. "Erst habe ich die Hunde nur ausgeführt, dann kam immer ein bisschen mehr dazu. Jetzt bin ich Rentnerin, kann mich voll einbringen." Einige der Ansprechpartner, die sie als Vorsitzende kennen muss, hat sie schon aufgesucht, beim Veterinäramt war sie auch schon. "Das größte Problem ist aber die Suche nach geeigneten Mitarbeitern." Sie hofft auf eine geförderte Maßnahme übers Jobcenter.

Aber eigentlich fehlt es an allen Ecken und Enden. "Wir brauchen Leute, die mit den Hunden Gassi gehen und auch ehrenamtliche Helfer hier im Tierheim." Die Lage des Heims abseits jeglicher öffentlicher Verkehrsmittel erschwert die Situation. "Im Winter braucht man ein Auto, um her zu kommen." Klappt es nicht mit neuen Helfern, muss Silvia Heimer über die Einschränkung der Öffnungs- und Besuchszeiten nachdenken. Neben diesen drängenden Problemen wartet auch Alltagsarbeit auf die Vereinsvorsitzende: Fördergelder beantragen, Tiere aufnehmen, Tiere vermitteln.

Schön ist es für die neue Chefin, wenn zum Tag der offenen Tür alte Bekannte vorbeischauen. Ein älterer Herr kommt mit seinem Mischling, der seit dem Verlassen des Tierheims ein paar Kilos zugelegt hat. Und dann ist da Simba. Dass dieser große Vierbeiner mit den Windhund-Genen bei Familie Bucka in Ellefeld einen Sofaplatz ergattert hat, freut die Vereinschefin besonders. "Dabei wollten wir einen kleinen Hund", blickt Matthias Bucka auf diesen denkwürdigen Tag voriges Jahr im Winter zurück. "Doch dann haben wir diesen Hund gesehen, es war Liebe auf den ersten Blick", schwärmt Ehefrau Bärbel. Und genau betrachtet sei Simba ein kleiner Hund, eben einer auf langen Beinen, hat sich Matthias Bucka längst mit der Körpergröße des neuen Mitbewohners arrangiert. Nicht jeder Hund hat so viel Glück. Manche Hunde warten lange auf geeignete Menschen - weil sie zu groß sind, weil ihnen noch die nötige Erziehung fehlt oder weil nicht jeder zu Hause ein großes, eingezäuntes Grundstück hat.

Immer neue Besucher strömen an diesem heißen Sonntagnachmittag zur Tür herein, lassen sich durchs Gelände führen, schauen sich Katzen und Hunde an und landen schließlich am Kuchenbuffet. Etliche kommen regelmäßig. "Viele gehören zu unserem Stammpublikum. Wir sind eine vertraute Gemeinschaft", sagt Silvia Heimer über Helfer und Gäste.

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