Mühlen-Turbinen stehen still

Aufgrund der großen Trockenheit kann die Klopfermühle in Lengenfeld kein Göltzschwasser nutzen. Und das wird wohl noch über Wochen so bleiben.

Lengenfeld.

Die Turbinen der Lengenfelder Klopfermühle, die als einzige im Vogtland auch mit Wasser arbeiten kann, stehen seit vielen Wochen still. Der Grund: Die Göltzsch führt bedingt durch die Trockenheit zu wenig Wasser, um daraus Strom erzeugen zu können. "Zum Mühlentag am Pfingstwochenende haben wir das letzte Mal mit Wasserkraft gearbeitet", erklärt Michael Klopfer, der Chef der Mühle. Die Wochen davor führte die Göltzsch genug Wasser, um den Mühlgraben damit zu füllen.

Hintergrund: Die Mühle ist verpflichtet, immer eine gewisse Restwassermenge im Fluss zu belassen, damit dieser nicht austrocknet und sich das Wasser nicht zu stark erwärmt - was für die Fische ungünstig wäre. "Bei uns sind das 60 Liter pro Sekunde. Aber wir lassen meist mehr Wasser in der Göltzsch, denn es lohnt sich erst, die Turbinen in Betrieb zu nehmen, wenn ausreichend Wasser im Fluss ist". Die oft kurzen, aber heftigen Regengüsse seien da unerheblich. "Das brachte keinen nennenswerten Anstieg. Und wenn überhaupt, dann nur von kurzer Dauer", sagt Michael Klopfer. Der Mühlenchef geht davon aus, dass er auch in den nächsten Wochen kein Wasser aus der Göltzsch in den Mühlgraben leiten kann. Bisher melden die Meteorologen keine ausreichenden Niederschläge.

Auch der Gewitterregen vom Freitag und Samstag ließ den Pegel nur ganz kurz ansteigen, von den bisher rund 50 Litern pro Sekunde auf 84 Liter pro Sekunde am Freitagabend. Das heißt, der derzeitige Durchfluss liegt meist unter der Restwassermenge, die Klopfers im Fluss belassen sollen. "Im oberen Flusslauf scheint es am Freitag kaum geregnet zu haben", schlussfolgert der Mühlenchef.

Am Wehr gibt es für den Müller daher zurzeit wenig zu tun. "Ein paar Kontrollgänge, wenn es regnet. Durch die Baustelle in der Göltzsch in Rodewisch könnte es passieren, dass es dort zu Abschwemmungen kommt. Sind sperrige Sachen im Wasser, besteht die Gefahr, dass diese am Wehr hängenbleiben." Der Mühlenbetreiber kann sich an mehrere trockene Sommer ohne Wassernutzung erinnern, aber auch an Jahre mit durchgehender Nutzung: "Voriges Jahr zum Beispiel hat es so viel geregnet, dass wir das Wasser das ganze Jahr nutzen konnten."

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2Kommentare
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  • 5
    2
    vomdorf
    30.07.2018

    Die Grünen kriegen Ihren Strom aus der Steckdose, den Auspuff ihres Elektroautos kann man hinten am Horizont sehen....das sind so dicke Schornsteine, aus denen es raucht....ich frage mich, ob die in der Schule Physik hatten.

  • 4
    3
    Tauchsieder
    30.07.2018

    Es weht zur Zeit kaum ein Lüftchen, die Windräder stehen still! Es fließt kaum noch Wasser, die Wasserturbinen stehen still! Und die angeblichen "Grünen" wollen mit diesen beiden Energieformen den Braunkohleausstieg ausgleichen, die Energiewende in Deutschland herbeiführen und allen anderen "Dummen" auf dieser Welt ein leuchtendes Beispiel sein. Da stellt sich einem die Frage, ob die irgendetwas nehmen?



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