Neumarker Wehr wirbt mit Modenschau und Vorführung

Viele Neumarker erfuhren beim Tag der offenen Tür nicht nur, wie die neue Einsatzkleidung aussieht. Sondern auch, wie heftig auf Feuer bestimmte Gegenstände reagieren, die so gut wie jeder im Haus hat.

Neumark.

Für Martin Schaarschmidt ist der gut besuchte Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Neumark der erste gewesen, den er als Wehrleiter bestritt. Der 31-Jährige hat das Ehrenamt am 1. Januar übernommen. "Die Zeit bis jetzt war herausfordernd und anstrengend - vor allem, was die viele Schreibarbeit betrifft", sagte er. Doch auch im aktiven Bereich ging es hoch her: 34 Einsätze hatte die Wehr in diesem Jahr schon, darunter gleich drei in der vergangenen Woche.

Dabei wurden Schäden durch das Sturmtief Fabienne beseitigt und ein Pkw-Brand auf der Alten Reichenbacher Straße gelöscht. Der spektakulärste Einsatz fand jedoch am 24. September kurz nach 11 Uhr statt. "Wir wurden zu einer Tierrettung im Steinbruch alarmiert. Ein Hund war den Abhang hinunter ins Wasser gestürzt und konnte sich nicht mehr selbst an Land retten", so der Wehrleiter. Die Feuerwehr befreite den Vierbeiner aus seiner misslichen Lage. "Der Hund war froh, dass er ins Boot konnte", so Martin Schaarschmidt. Das rote Schlauchboot war einer der Ausrüstungsgegenstände, den die Retter bei ihrem Tag der offenen Tür am Samstagnachmittag präsentierten.

Dazu zeigten sie, wie handelsübliche Spraydosen auf große Hitze reagieren. "Bei einem Wohnungsbrand kann es sehr heiß werden. Und Spraydosen hat so gut wie jeder im Haus", sagte Gemeindewehrleiter Steffen Herold, der bis Ende 2017 Ortswehrleiter gewesen ist. "Ich habe eine gut funktionierende Wehr übernommen. Wir legen sehr viel Wert auf Ordnung, um die Ausrüstung zu pflegen", erklärte Martin Schaarschmidt. Zur Ausrüstung zählt auch die Dienstkleidung.

Bei einer Modenschau wurden am Samstag verschiedene Kleidungsstücke gezeigt, von der Jugendfeuerwehrbekleidung über Schnittschutzhosen bei Kettensägen-Einsätzen und Wathosen bei Einsätzen im Wasser bis zur Ausgehuniform. Auffallend war dabei die neue Einsatzkleidung, die bisher erst ein Teil der Feuerwehrleute nutzen kann, die jedoch jetzt für die gesamte Wehr beschafft wird: Sie ist nicht mehr blau, sondern in einem hellen Braunton gehalten und erinnert mit ihrem Hut eher an Ranger als an Feuerwehrleute. "Die Kleidung ist wasserdicht, atmungsaktiv und wesentlich leichter als die bisherige. Die Farbe kommt daher, weil man das Material nicht färben kann", so Steffen Herold.

Zur Neumarker Wehr gehören zurzeit 42 aktive Einsatzkräfte und sieben Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. Um auch künftig einsatzbereit zu sein, sind neue Mitstreiter gern gesehen. Auch die Jugendfeuerwehr mit zurzeit zehn Mitgliedern sucht weitere Interessierte ab acht Jahren. An der Grundschule existiert das Ganztagsangebot Feuerwehrmäuse.

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