Pechtelsgrüner wollen Jubiläen feiern

Zwei Anlässe gibt es im Dorf. Durch die Umstände stocken Vorbereitungen. Jetzt hoffen alle Beteiligten, dass es bald weitergehen kann.

Pechtelsgrün.

In Pechtelsgrün stehen dieses Jahr zwei große Jubiläen ins Haus: 610 Jahre Ortsbestehen und 150 Jahre Namensgebung von Pechtelsgrün. Zu letzterem Jubiläum sagt Ortschronist Jochen Baumgartl: "Pechtelsgrün trug in den zurückliegenden Jahrhunderten verschiedene andere, ähnlich klingende und teils auch verschieden geschriebene Namen, zum Beispiel Bechelsgrün oder Bertholdsgrume." 1850 sei amtlich festgelegt worden, dass das Dorf künftig Pechtelsgrün heißt. "Somit haben wir dieses Jahr zwei Jubiläen, die wir feiern können", erklärt der Ortschronist.

Diese beiden historischen Termine nimmt die Dorfgemeinschaft zum Anlass, vom 3. bis zum 5. Juli ein Sommerfest mit einem großen Festumzug auf die Beine zu stellen. Der Ausbruch der Corona-Krise hat die Akteure zwar ausgebremst, trotzdem sagt Ortsvorsteherin Birgit Habermann: "Wenn wir feiern dürfen, werden wir das auch tun." Schließlich laufen die Vorbereitungen seit vorigem Jahr. Mitglieder des Dorf-, Jugend- und Sportvereins, des Ortschaftsrates und der Freiwilligen Feuerwehr haben sich zu einem Organisationskomitee mit 20 Mitgliedern zusammengeschlossen und schon das halbe Dorf mobilisiert. "Jedes Mitglied hat konkrete Aufgaben und akquiriert dafür Leute. Mit Sicherheit brauchen wir um die 100 Helfer. Wenn ich die ganzen Nebenaufgaben noch dazu zähle, sind eigentlich alle involviert, ausgenommen kleine Kinder und ältere Senioren."

Geplant sei ein Festumzug mit etwa 40 Bildern. Die Ortsvorsteherin ist sich noch nicht ganz über die Größe des Umzugs im Klaren: "Ganz so groß wie 2010 zum 600-jährigen Jubiläum soll der Umzug nicht werden, obwohl, damals hatten wir auch nur 40 Bilder geplant, und am Ende waren es über 70." Fest steht aber: "Wir wollen keine Faschingsvereine und keine Schützenvereine einbeziehen, sondern uns ganz auf die historischen Bilder konzentrieren", kündigt Birgit Habermann an. Da der Platz vor dem Bürgerhaus zu klein ist, wird wieder die Wiese gegenüber der Gaststätte "Zur Sonne" als Festplatz umfunktioniert, so wie auch 2010.

Auch die Gaststätte "Zur Sonne" selbst ist in die Vorbereitungen einbezogen. Das war bis vor kurzem alles andere als selbstverständlich, musste doch Inhaberin Silke Engelhardt wegen Personalmangels einige Zeit ihre Gaststätte schließen. "Seit Oktober habe ich wieder einen Koch. Er will auch bleiben, sodass ich seit einiger Zeit wieder regelmäßige Öffnungszeiten anbieten kann. Auch zu Weihnachten hatten wir schon geöffnet", berichtet die Gastronomin. Auch sie richtet ihre Überlegungen schon Richtung Dorfjubiläum. "Während des Festes werde ich ohne Mittagspause durchgängig geöffnet haben. Zusätzlich wird es bei mir dann Kaffee, Kuchen und Eisbecher geben, habe ich mir überlegt", so Silke Engelhardt.


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