Problem: Von Halle fallen Teile auf den Weg

In Lengenfeld plant ein Investor ein Speditionsgebäude

Lengenfeld.

Ein Investor möchte die Halle des alten Kunststeinwerkes im Lengenfelder Stadtteil Grün abbrechen. Sie soll durch einen Neubau ersetzt werden. Anstelle der Industriebrache ist eine Halle für Spedition und Logistik geplant. Darüber informierte Kristin Hinkeldei vom städtischen Bauamt die Mitglieder des städtischen Technischen Ausschusses zu ihrer jüngsten Sitzung.

Eine Entscheidung zu diesem Antrag mussten die Ausschussmitglieder jedoch nicht fällen. Die Bauaufsicht des Landratsamtes, die zugleich genehmigende Behörde ist, hat den Antrag zur Prüfung offener Fragen zurückgestellt.

Bei dem Neubau sieht die Lengenfelder Bauamtsmitarbeiterin einige Probleme: "Ein Teil des Neubaus befindet sich im Überschwemmungsgebiet der Göltzsch." Aus Hinkeldeis Sicht sollte eine neue Bebauung in solchen Gebieten vermieden werden. Die Fläche sei 2013 bei dem großen Hochwasser überflutet gewesen. Ein weiteres Probleme: Ein Teil des Gebäudes, das für den Abriss vorgesehen ist, steht wegen des darauf befindlichen Sheddaches unter Denkmalschutz. Das direkt an den Radweg angrenzende geschützte Gebäude verfalle allerdings zusehends. Hinkeldei beschrieb: "Es fallen schon Teile auf den Weg. Eigentlich ist das Gebäude nicht mehr zu retten." Problem Nummer drei: Da sich die künftige Halle in einem Mischgebiet befindet, sei wegen der angrenzenden Wohnbebauung das Thema Betriebszeiten zu besprechen. Eine 24-Stunden-Nutzung sei nicht möglich.

Andererseits, so die Bauamtsmitarbeiterin weiter, wäre der Abriss, verbunden mit einem Hallenneubau aus städtebaulicher Sicht eine Verbesserung.

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