Projekt weist sichere Wege durch das Internet

Kinder lernen, wie sie Gefahren beim Surfen sicher umschiffen können. Die Nachfrage nach der Aktion ist groß.

Lengenfeld.

Mit dem Personalcomputer, dem Tablet oder dem Smartphone umgehen, das alles können heute schon Zehnjährige. Sie wissen, wie man im Internet surft, alle kennen den Kanal Youtube, und in den sozialen Netzwerken bei Whatsapp und Facebook sind viele auch in diesem Alter schon aktiv. Was ihnen aber oft fehlt, ist das Wissen über Gefahren, die dort lauern. Ein Projekt soll den jungen Internet-Surfern nun helfen und das nötige Wissen vermitteln.

An der Lengenfelder Oberschule vermittelt gerade den fünften Klassen Diana Neufeld-Sturm, Teamkoordinatorin beim Medienpädagogischen Zentrum Vogtlandkreis, gemeinsam mit ihrem Kollegen Andreas Oppelt solches Wissen. Das hilft, Gefahren zu umschiffen, Kauf-Fallen zu vermeiden, nicht zum Opfer von Internet-Mobbing zu werden. Grundregeln sind auch nötig, damit sich niemand unfair gegenüber anderen Internetnutzern verhält.

Ralph Grasse, Lehrer an der Schule, hat sich dafür eingesetzt, dass das Projekt "Mit Airbag auf die Internetautobahn" auch an die Lengenfelder Oberschule kommt. Die Bildungseinrichtung ist damit eine von 20, die ein solches Projekt für sich an Land ziehen konnte. "Der Bedarf ist da. Wir können aber nicht alle Anfragen bedienen", so Neufeld-Sturm. Über fünf Stunden läuft das Projekt, bestehend aus Einführung, Gruppenarbeit und einer Zusammenfassung am Ende, gestaltet von den Kindern.

Die Bildungsagentur unterstützt das Projekt und stellt Tablets zur Verfügung. Die Projektleiterin: "Wir wollen den Kindern zeigen, wie sie die Geräte für das Internet sinnvoll in den Alltag einbauen können, welche Seiten kindgerecht sind und wie wichtig auch Pausen während des Surfens sind, um die Augen zu entspannen." Außerdem gehören zum großen Tafelbild der Einführungsstunde zehn Regeln. Die Kinder sollte diese beachten. "Wichtig ist, dass die Kinder so wenig wie möglich persönliche Daten preisgeben, dass sie nichts im Internet kaufen oder, dass sie sich Hilfe holen, wenn das nötig ist", berichtet die Pädagogin.

Da letztendlich das medienpädagogische Zentrum nicht alle Schüler im Vogtland über die Gefahren des Internets aufklären kann, sei das Projekt als Initialzündung gedacht. Neufeld-Sturm: "Wir wollen das Thema an die Schulen weitergeben, damit es dort mit in den Unterricht integriert werden kann." Gehört das Thema Medien auch bereits im Sachkundeunterricht der vierten Klassen zum Stundenplan, so ist der Bedarf weiterhin groß, und viele Themen müssen noch vertieft werden, so die Teamkoordinatorin.

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