Puffermanufaktur startet Direktverkauf

Am Samstag starten die Kartoffelpufferfreunde mit dem Direktverkauf in Kobitzschwalde. Damit befindet man sich auf dem neuen Genusspfad.

Kobitzschwalde.

Die Gemeinden Weischlitz und Rosenbach, die Bürgerinitiative zum Schutz von Gold- und Rosenbachtal sowie der Fremdenverkehrsverein (FVV) Rosenbach haben einen gemeinsamen Genusspfad installiert. "Vogtlands Früchte" nennt er sich.

Der Weg soll eine Lücke im Netz zwischen dem Vogtland-Panorama-Weg und dem Wanderweg Kürbitz-Mehltheuer schließen, so Heike Löffler vom FVV. Die Früchtchen, die ab Samstagvormittag am Wanderimbiss im Weischlitzer Ortsteil Kobitzschwalde warten, schmecken herzhaft. Es sind Frischpilze. Sylvia Schellenberg baut sie seit 20 Jahren an und verarbeitet Champignon, Seitling und Co. zu Puffern, Knödeln und Salaten. Die leckeren Eigenkreationen der ursprünglich aus dem Gartenbau stammenden Vogtländerin - derzeit zum Beispiel 13 verschiedene Puffersorten - verkauft die 57-Jährige auf Märkten oder bestückt damit Frischetheken, etwa in Bayern, Thüringen und Sachsen.

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Weil ihr die Ideen offenbar nicht ausgehen, legt Schellenberg nun also mit dem Direktverkauf am Firmensitz in Kobitzschwalde los. Die Zufahrt an der Neundorfer Straße 2g, gleich neben einem Feld am Ortseingang, von Neundorf kommend, haben sie und Lebensgefährte Helmut Lieg auf eigene Kosten herrichten lassen. Es ist allerdings mehr als eine Imbisshütte auf der 1,3 Hektar großen Fläche geplant:

Obstwiese mit Lehrpfad: Die Oelsnitzer Gärtnerei Tröltzsch hat extra Johannisbeersträucher gepflanzt sowie Blau- und Brombeeren. Essbare Vogelbeeren sollen noch kommen. "Die Leute, besonders Kinder, sollen so richtig naschen können", verspricht sich Schellenberg. Nach und nach sollen Pflaumen, Äpfel, sogar Sanddorn gepflanzt werden. Ob dieser bei uns wächst und gedeiht? "Es kommt auf die Pflege an", lacht Sylvia Schellenberg. Von ihrem Standort aus geht es auf dem gut ausgeschilderten Genusspfad "Vogtlands Früchte" zur Streuobstwiese nach Kloschwitz/Rößnitz.

Insektenhotel und Bienenvölker: Die Zusammenarbeit mit dem Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach besteht bereits und soll ausgeweitet werden. Unter anderem erhielt Schellenberg von dort Dekofiguren aus Holz und ein Insektenhotel. Zudem wird eine Bienenwiese angelegt. Ein Imker aus Syrau überlässt zunächst zwei Bienenvölker.

Ökotoilette: Am heutigen Gründonnerstag wird ein Donnerbalken installiert, der es sprichwörtlich in sich hat. Eigens aus Berlin reist eine Firma an, um die Ökotoilette auf dem Gelände aufzustellen. Warum? "Es soll je alles eine Einheit sein", begründet Schellenberg.

Blauer Schwede, Rote Emmalie: Je ausgefallener die Kartoffeln sind, umso schmackhafter, weiß Puffer-Expertin Schellenberg. Sie möchte mit selbst angebauten Erdäpfeln auch Backkartoffeln anbieten.

Am samstag, 11 Uhr, wird der Wanderimbiss am Ortseingang Kobitzschwalde eröffnet - von Neundorf kommend. Bogenschießen und Kinderschminken sind geplant.

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