Sommerfest wird Mini-Klassentreffen

Musik, Heimatgefühle und Schlemmertöpfchen: Die Feier in Frankys Scheune war ein voller Erfolg. Der dient einem guten Zweck.

Reichenbach.

Das Sommerfest in Frankys Scheune in Oberreichenbach hat etwas von einem kleinen Klassentreffen. Das haben mehrere Besucher festgestellt, die zusammen mit Scheunenwirt Frank Wirth in eine Klasse gegangen sind.

Zum Beispiel Annegret Heller und Heike Rudert, die aus Annaberg angereist waren. Sie trafen auf Karin Hohl aus Kornbach, die ihre Familie mitgebracht hatte, um Geburtstag zu feiern. "Das hier ist wie ein bisschen Heimat, so richtige Willkommenskultur. Man kommt rein, wird nett begrüßt, von Frank und von seiner Frau Moni", erklärte Karin Hohl. "Ich bin immer wieder gern hier", ergänzte Annegret Heller, die es vor einigen Jahren der Liebe wegen in Richtung Annaberg zog. "Hier haben wir auch Gelegenheit, uns über die Regionen auszutauschen", meinte Heike Rudert, die schon 30 Jahre lang im Erzgebirge wohnt. "Mich haben sie damals gewarnt und gesagt, da oben, das ist das zänkische Bergvolk. Aber es ist nicht anders als hier und ich fühle, dass ich angekommen bin", sagte sie. Dann berichten die zwei, wie sie im Juni mit Frank und seiner Frau auf der Annaberger Käth waren, dem größten sächsischen Volkfest, und dort bei einer Riesenradfahrt die Teilnahme am Sommerfest vereinbart haben.

Beim Treffen der drei ehemaligen Klassenkameradinnen mit Frank spielte noch ein Oberreichenbacher eine Rolle, der in die gleiche Klasse ging: Tom Brenner, Produzent von Eierlikör. Sein Schlemmertöpfchen, eine riesige Art von Praline aus Eierlikör im Glas, löffelten die drei Damen gemeinsam aus und schwärmten von den Brenner(ei)-Produkten, die jetzt auch den Weg ins Erzgebirge antreten werden.

Frank Wirth konnte sich vorerst nicht selbst um seine früheren Mitschüler kümmern, denn er stand gemeinsam mit Klaus Rudolph (Gitarre, Gesang) und Joachim Hopfer (Piano) sowie Mercedes Paulus (Gesang) auf der Bühne. Am späten Nachmittag wechselte das Publikum. Viele ältere Oberreichenbacher zogen sich zurück und es kamen jüngere, die den Abend bei Musik von Rockwurst genießen wollten. Wie in den Vorjahren diente das Sommerfest einem guten Zweck. Diesmal war es Auftakt für die Aktion "2 Räder gegen Krebs" der Motorradklubs im Vogtland. Frank Wirth ist selbst Mitglied beim Motorrad-Verein Vagabunden Vogtland. Deshalb beteiligt er sich an der Spendenaktion für die Stiftung der Kinderkrebshilfe im Vogtland und stellte zum Sommerfest erstmals die Spendendosen auf. Noch bis zum 19. August kann gespendet werden. Dann bringt Frank das Geld selbst in die Vogtland Arena Klingenthal, wo die Aktion mit einem großen Familienfest endet.

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