Spielplatz: Fördergeld soll her

Die Coschützer machen sich für die Umgestaltung der Spielfläche stark. Sie haben Unterstützer gefunden.

Coschütz.

In einer öffentlichen Sitzung des Coschützer Ortschaftsrates sind jetzt Ideen für die Umgestaltung des Spielplatzes im Ort vorgestellt worden. Seit Mai arbeiten Ortschaftsrat und Eltern an einem Konzept. Als Grit Päßler aus Kleingera davon hörte, bot die Landschaftsarchitektin ihre Mitarbeit an. Sie kennt sich mit Spielplätzen aus und hat familiäre Verbindungen nach Coschütz.

Ronny Röder vom Ortschaftsrat freut sich: "Dank ihrer Hilfe hatten wir recht fix ein Konzept." Jetzt komme es darauf an, schnell zu sein. Denn die Planerin machte auch auf eine Finanzierungsmöglichkeit über das Leader-Förderprogramm der EU aufmerksam, in dem gerade eine neue Runde läuft. Es enthält ausdrücklich die Möglichkeit, auch Spielplätze im ländlichen Raum zu fördern. Einen Bedarf von etwa 43.000 Euro hat die Landschaftsarchitektin für die Umgestaltung des Coschützer Areals inklusive Geräte und Fallschutz ausgerechnet. Der Elsterberger Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP) gab zu bedenken, dass Planungskosten hinzu kommen, die die Stadtverwaltung tragen müsse. Dafür sei eine rasche Entscheidung notwendig. "Wir hatten das Problem beim Spielplatz in Elsterberg. Dort wurden nachträglich Unterlagen eines Planungsbüros verlangt, damit die Förderung fließt. Das hatten wir im Vorfeld nicht bedacht", erklärte der Bürgermeister die Verzögerungen beim Spielplatzbau und die Ursachen für einen höheren Eigenanteil. Diesen Fehler wolle er nicht wiederholen.

Immerhin fördert die EU in dem Programm einen Spielplatzbau mit bis zu 80 Prozent. Den Rest müsse die Stadt tragen. Beim Spielplatz in Elsterberg liege die Summe aufgrund des Fehlers bei den Planungsarbeiten jetzt bei nur 73 Prozent. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung dem Eilbeschluss zur Übernahme der anteiligen Kosten zugestimmt. Maximal 15.600 Euro sind schätzungsweise notwendig.

Grit Päßler präsentierte den Ortschaftsräten sowie den zahlreich erschienenen Bürgern den Kompromiss, der vom Spielplatz-Team erarbeitet wurde. Er setzt sich aus der Erhaltung vorhandener Spielgeräte und der Anschaffung neuer zusammen. "Wir haben ein Sammelsurium von Spielgeräten, die wir zum Teil erhalten und nach Wünschen der Eltern ergänzen. Dabei wollen wir etwas für alle Altersklassen der Spielplatznutzer", erklärte sie. Die Doppelschaukel für die Größeren soll mit einer Nestschaukel für den jüngeren Nachwuchs komplettiert werden. Beim Sandkasten müsse nur Sand getauscht werden. Die Wippe darf bleiben. Problematischer sei die Kletterkombination mit der Rutsche: "Die geht nicht mehr. Außerdem ist sie falsch aufgestellt. Die Rutsche heizt sich im Sommer so auf, dass sie nicht mehr angefasst werden kann", so die Planerin. Hier soll ein Gerät her.

Die Tischtennisplatte für Jugendliche bleibt erhalten. Von den beiden Federwippen sei nur das Pferd zu retten. Es soll durch eine bei Jungen beliebte Ratterkiste ergänzt werden. Außerdem wünschen sich die Eltern ein in die Erde gelassenes Trampolin. "Für eine größere Stadt wäre das nichts, aber auf dem Dorf ist das kein Problem", meint Grit Päßler. Sie sprach sich für den Erhalt der Bäume als Schattenspender aus. Zum Sportplatz hin soll eine natürliche Abgrenzung durch eine Hecke gepflanzt werden. Etwas Ähnliches sei auch in Richtung des Wäscheplatzes machbar. In Coschütz leben zurzeit 38 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 16 Jahren. Den Spielplatz könnte auch der Kindergarten nutzen.

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