Strom: Betrieb informiert zu Bauarbeiten

Mitnetz plant eine Renaissance der Nachtspeicheröfen

Netzschkau.

Wo werden zurzeit in Netzschkau Stromleitungen verlegt und wo ist es geplant? Darüber informierten Jens-Uwe Schäfer und Jürgen Bär von der Firma Mitnetz am Dienstag in der Stadtratssitzung. Zurzeit laufen Baumaßnahmen in der Ortslage Brockau und um den Kuhberg, die Mitte Mai beendet sein sollen. Dort werden ein Mittelspannungskabel verlegt und die Trafostation ersetzt. Am Kuhberg wich die gemauerte Station neu aufgestellten Schaltschränken. Kabel wurden zwischen dem Tierheim Limbach und dem Kuhberg gezogen.

Schäfer schilderte eindrucksvoll, wie mit modernster Technik ein Feld gequert wurde und die neue Leitung in 1,20 Metern Tiefe ihren Platz erhielt. Zuvor wurde die bereits liegende Drainage geortet, um möglichst wenig Schaden zu erzeugen. Teilweise waren aufwändige Spülbohrungen notwendig.


Geplant ist die Erneuerung von Hausanschlüssen in der Carolastraße, wo auf beiden Seiten ein neues Niederspannungskabel verlegt wird. Bauarbeiten laufen zudem im Zusammenhang mit dem grundhaften Ausbau der Foschenrodaer Straße. Sie sollen von der Bahnbrücke in Richtung Feldstraße und zur Trafostation auf dem Friedhof geführt werden. Für letztere wird nach einer neuen Lösung gesucht, da die Station nicht durchgängig zugänglich ist. Perspektivisch erfolgt der Anschluss des geplanten Wohnungsbaugebietes zwischen Göltzschtalblick und Schloss. In der Jacob-Grimm-/Dietrich-Bonhoeffer-Straße wurden Kabel aus den 1950er- und 1960er-Jahren ausgewechselt.

Schäfer gab Auskunft zu den Stromleitungen im Ort. Es gibt 29 Kilometer Mittelspannungskabel mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren. Die 1,6 Kilometer Freileitung dieser Kategorie sind 37 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der knapp 70 Kilometer Niederspannungskabel liegt zwischen 21 und 24 Jahren. Es gibt 37 Trafostationen.

In Sachen Umstellung auf Elektrofahrzeuge will das Unternehmen verstärkt intelligente Lösungen nutzen. Dazu gehöre auch eine Renaissance der Nachtspeicheröfen oder digitale Programme, mit denen Stromabnehmer Zeiten mit Energieüberangebot gezielt nutzen können. Eine Teststrecke dafür gäbe es bereits in Limbach-Oberfrohna. Der bekannte schwarze Stromzähler habe demnächst ausgedient.

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