Talente und Temperamente beweisen musische Vielseitigkeit

Beim Weihnachtskonzert der Musikschule Vogtland blieb im Reichenbacher Neuberinhaus kaum ein Platz frei. Das Programm hatte es in sich.

Reichenbach.

Das gemeinsame Musizieren, das mit so viel Mühe wie auch Vergnügen verbundene Zusammenfinden unterschiedlicher Talente und Temperamente, es hat an der Musikschule Vogtland seinen festen Platz. Das zeigte einmal mehr das Weihnachtskonzert der Einrichtung, das am Sonntag im Reichenbacher Neuberinhaus stattfand. Die Plätze im Veranstaltungshaus waren nahezu ausverkauft. In dem von Musikschulleiter Andreas Häfer faktenreich und zugleich auf höchst unterhaltsame Art und Weise moderierten Programm waren allein fünf größere Ensembles der Musikschule zu erleben.

Das Kinderorchester eröffnete das Abendprogramm mit Martin Luthers liebevoll vorgetragenem "Vom Himmel hoch". Die Bigband sorgte mit "Feliz Navidad" ("Fröhliche Weihnachten") von José Feliciano aus Puerto Rico für einen temporeichen und unbeschwert wirkenden Schlusspunkt.

Mit von der Partie war auch das Blasorchester BlechReiz, das seine mitreißende Dynamik und Ausdruckskraft bei Titeln wie Irving Berlins "White Christmas" unter Beweis stellte. Das Blockflötenensemble führte die Besucher dank sorgsam erarbeiteter Klangfarben in den tiefen schwedischen Winter und in das bedenkenlos lebensbejahende Frankreich. Der Musikschulchor schließlich bot in bestechender Qualität italienisches, englisches und deutsches Liedgut. Mit Constantin Engelhardt und Lukas Meißner hatten die Sänger zwei talentierte Solisten in ihren Reihen aufzubieten.

Beim Konzert am Sonntag waren auch kammermusikalische Formationen zu hören: Das Gitarren-Duo Fee Schwabe und Vincent List entfaltete bei einer Ballade des Engländers John Dowland den Zauber leiser Töne. Das Querflöten-Quartett mit Anna Pienkny, Maria Josepha Schubert, Florian Poppe und Lysiane Scholz interpretierte virtuos ein Allegro von Luigi Gianella. Das Klavierduo mit Anna und Esther Dittrich war bei Richard Eilenbergs Titel "Petersburger Schlittenfahrt" ein Muster an Geschwindigkeit, Anmut und Musizierfreude.

Die Musikschulband Connection Error, die nach der Pause mit gefühlvollen, blitzsauber hingelegten Rocksongs in Erscheinung trat, brachte so begabte Gesangssolisten wie Lätizia Frömmer, Lilou Burkhardt, Pascal Preising und Hannah Gruschwitz mit. Letztere Sängerin bewährte sich an der Seite von Johanna Meyer bei César Francks "Panis Angelicus" darüber hinaus auch im klassischen Repertoire.

Der begeisterte Beifall des Publikums galt auch den einfühlsamen Begleitern am Flügel beziehungsweise am Keyboard. Irina Troian und Sven Pfretzschner hatten dort Platz genommen.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...