Technisches Hilfswerk feiert in Reichenbach 20. Geburtstag

Was die Helfer mit anspruchsvoller Technik leisten können, das war gestern bei Schauvorführungen zu erleben. Davor ziehen selbst erfahrene Feuerwehrleute den Helm.

Reichenbach.

Der Reichenbacher Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) hat zusammen mit der Saisoneröffnung im Park der Generationen sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Eine Feierstunde für geladene Gäste im Verwaltungsgebäude, die Technikschau nahe der Waldbühne und eine gemeinsame Schauvorführung mit Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz (DRK) waren die Hauptpunkte im Programm.

Mehrere Hundert Zuschauer hatte die Schauvorführung angelockt. Als Szenario hatten sich die Helfer einen Autounfall mit einer eingeklemmten Person ausgedacht. Der Wagen war in eine Hauswand gerast, deshalb musste das Technische Hilfswerk zur Bergung ran. Mario Duda kommentierte die Übung gemeinsam mit Stadtwehrleiter Thomas Weck. Duda ist beim THW als Kommissarischer Ortsbeauftragter eingesetzt, seit die Ortsbeauftragte Claudia Ott nach Plauen gezogen ist und dem dortigen Ortsverband beitrat. Die beiden Helfer erläuterten die Zusammenarbeit der Organisationen untereinander und warben für Zuwachs in den Verbänden.


Die Schauvorführung war ein Ergebnis der Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, die in der Feierstunde ausgiebig gewürdigt wurde. Zu Beginn sahen die Teilnehmer einen Film, der die 20-jährige Geschichte des THW in Reichenbach zusammenfasste und Einsatzschwerpunkte visuell aufgriff. Während Bilder vom Hochwasser vergangener Jahre über die Leinwand flimmerten, schichteten Helfer Sandsäcke auf. Als ein beschädigtes Haus gezeigt wurden, bauten die Helfer im Veranstaltungsforum Stützen unter die Decke. Zur Ausleuchtung von Unfallstellen kam der "Powermoon" zum Einsatz, der parallel im Saal aufgestellt wurde. Christina Stürmers Titel "Seite an Seite" verursachte Gänsehautmomente, weil einige Helfer dazu tatsächlich Seite an Seite gingen, auf dem Film vor der Göltzschbrücke, im Saal vor der Leinwand. 55 Helfer hat der Ortsverband, darunter acht Frauen und 20 Jugendliche.

Statt langer Reden folgten mehrere Gesprächsrunden mit Moderator Michael Schulze, wobei auch Gäste zu Wort kamen. Die vogtländische Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU) gab dem THW-Landesbeauftragten Manuel Almanzor mit auf den Weg, die Fachgruppe Wasserabwehr im Reichenbacher Ortsverband anzusiedeln. Das würde dem ohnehin gut aufgestellten Verband zusätzlichen Schwung verleihen. Almanzor hatte dem Ortsverband zuvor eine hohe Leistungsfähigkeit bescheinigt.

Der Landtagsabgeordnete Stephan Hösl (CDU) sagte, dass das Land ohne Ehrenamt nicht auskommen wird. Kreisbrandmeister Gerd Pürzel griff das Spannungsfeld zwischen dem THW als Bundesbehörde und der Feuerwehr als kommunale Organisation auf. "Als junger Feuerwehrmann habe ich neidisch zum THW mit neuem Haus und guter Technik geschaut. Spätestens mit dem Hochwasser 2002 und regelmäßigen gemeinsamen Einsätzen setzte ein Umdenken ein. Es kann nichts Besseres geben als rot für Feuerwehr und blau für THW. Die Einheiten harmonieren", antwortete der Kreisbrandmeister auf die Frage, ob rot und blau zusammenpassen. "Wir freuen uns, dass das THW gemeinsam mit der Feuerwehr bei Katastropheneinsätzen Hand in Hand arbeitet", stellte Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) fest.

Die musikalische Umrahmung für die Feierstunde hatte der Musikverein Mylau/Reichenbach übernommen. Anschließend folgten die Gäste einer Einladung zur Führung durch die Technikschau des THW und schauten sich die Vorführung an.

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