Um 19.55 Uhr schnappte die Polizei Verdächtigen

Gymnasium in Auerbach: Ermittlungsarbeit von Erfolg gekrönt

Auerbach.

Die Meldung kam nach 20 Uhr: "Durch intensive Ermittlungsarbeit der Polizei ist es am Freitagabend gelungen, den mutmaßlichen Erpresser namentlich zu machen. Es handelt sich um einen 15-Jährigen. Er wurde gegen 19.55Uhr vorläufig festgenommen und befindet sich nun im Gewahrsam der Polizei." Heute soll der Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt werden. Wie die Polizei dem Tatverdächtigen auf die Spur gekommen ist und ob es Hinweise auf mögliche Mittäter gibt, wollte Polizeisprecher Oliver Wurdak am späten Abend mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe nicht sagen. Er bestätigte allerdings, dass es sich bei dem festgenommenen Jugendlichen um einen der Beschuldigten handelt, gegen die die Polizei schon seit längerer Zeit ermittelte.

Gestern, 18 Uhr, war ein Ultimatum des Erpressers zunächst ohne Folgen abgelaufen. Nach Ablauf des Countdowns erschien auf dem Schirm eine neue Drohung mit dem Tenor "Dann komm ich eben später". Der Erpresser hatte die Polizei aufgefordert, 10.000 Euro in Bitcoins zu zahlen, sonst werde es Tote am Gymnasium geben. Seit Dienstag wurden daraufhin Ermittler, Lehrer, Schüler und Eltern mit dieser Drohung, die über eine Internetseite abgesetzt wurde, in Atem gehalten.

Der mutmaßliche Erpresser arbeitete offenbar auch mit gefälschten E-Mails: So wurde an "Freie Presse" eine Nachricht geschickt, die angeblich von der Leiterin des Goethe-Gymnasiums stammte und ebenfalls auf die Droh-Webseite verwies. Abgeschickt worden war sie mitten in der Nacht. Im Sekretariat war zu erfahren, dass die Schulleiterin mit dieser Nachricht nichts zu tun hat.

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