Vosla-Gründer will in den Landtag

Grüne wählen Gerhard Liebscher auf Listenplatz

Reichenbach/Plauen.

Der ehemalige Vosla-Geschäftsführer Gerhard Liebscher, 63, kandidiert für den neuen Landtag auch über die Landesliste. Die sächsischen Grünen haben am Samstag bei ihrem Parteitag in Chemnitz ihre Listenkandidaten zur Wahl am 1. September bestimmt. Liebscher belegt mit der 12 einen der vorderen Listenplätze. "Ich bin froh, dass ich als ein Vertreter aus dem Vogtland Aussichten auf einen Einzug in den Landtag habe", sagte Liebscher gestern. Die Grünen bräuchten dafür zwischen neun und zehn Prozent der Wählerstimmen.

Vom Kreisverband Vogtland war Liebscher bereits im Januar als Direktkandidat für den Wahlkreis Plauen-Stadt gewählt worden. Erstmals kandidierte er jetzt für die Landesliste. Dort setzte er sich gegen den Dresdner Fraktionsvorsitzenden durch. Liebscher habe die Delegierten mit seiner Rede zu den Themen Wirtschaft und ländlicher Raum überzeugt. "Wir müssen es schaffen, die Lebensbedingungen von Menschen in den Städten und im ländlichen Raum nicht noch weiter auseinanderdriften zu lassen", so Liebscher. 2011 hatte er das ehemalige Narva-Werk in Plauen vor dem Aus gerettet. Der Philips-Konzern verlagerte die Produktion nach Polen und wollte das Plauener Werk schließen. Liebscher war Generalmanager der Narva und suchte einen Käufer. Damals übernahm ein Finanzinvestor und führte die Narva als selbstständigen Betrieb namens "Vosla" weiter. (manu)

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