Theaterplatz neuer Trinker-Brennpunkt

Oberbürgermeister hofft auf neues Polizeigesetz

Plauen.

Die Plauener müssen damit leben, dass sich die Trinker jetzt vor der Musikschule zuprosten. Seit Einführung des Alkoholverbots auf dem Postplatz im Mai entwickelt sich der Theaterplatz zum neuen Brennpunkt in der Innenstadt.

Besonders in den Nachmittag- und Abendstunden treffen sich dort Gruppen und trinken Alkohol. Seit Beginn des Schuljahres gehen zunehmend Beschwerden darüber im Rathaus ein, so eine Mitarbeiterin des Bürgerbüros. Genervt sind Theaterbesucher, Musikschüler des benachbarten Konservatoriums und deren Eltern.

Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) hofft auf das neue sächsische Polizeigesetz. Darin soll es Möglichkeiten geben, die Alkoholverbotszone auszuweiten, hatte Innenminister Roland Wöller bei einem Plauen-Besuch Anfang August angekündigt. "Momentan sind uns die Hände gebunden", so Oberdorfer. Über das neue Gesetz soll der Landtag Anfang nächsten Jahres abstimmen. "Das Problem der räumlichen Begrenzung von Alkoholverboten ist in vielen Kommunen ein Thema. So habe ich das wahrgenommen", sagt Martin Gabriel, Bereichsleiter im Ordnungsamt.

Am benachbarten Postplatz hat das Verbot indes für mehr Ruhe gesorgt. Aufgrund alkoholbedingter Straftaten hatte der Stadtrat das Verbot beschlossen für Postplatz, Lutherpark sowie Teile von Syra- und Klosterstraße. Damit sei das aktuelle Polizeigesetz ausgeschöpft. (manu)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...