Diese Scheune ist Kult

Aus einem alten Vierseithof ist in Lauterbach ein uriges Veranstaltungszentrum geworden. Viele haben dabei mitgeholfen.

Lauterbach.

365 Tage im Jahr ist die "Kultscheune" an der Bergstraße in Lauterbach jetzt für Gäste nutzbar. "Und jetzt bietet sie auch den Anblick, den wir uns immer vorgestellt haben", sagt Kay Bohne, der das baufällige Anwesen, in dem sich zuletzt eine Zimmerei befand, im Jahr 2008 gekauft hatte. Neben der abends beleuchteten Fassade mit dem einprägsamen Logo ist der Vorplatz keine Schlammwüste mehr, sondern solide gepflastert. Parkplätze direkt am Gebäude sind entstanden. An zwei Zufahrtsstraßen befinden sich Hinweisschilder auf den Veranstaltungsort. Innen bietet das Anwesen schon seit Längerem die Atmosphäre, in der man gerne feiert.

Der gemütlich-moderne Veranstaltungsraum mit Küchenbereich und Toiletten ist sehr gut gebucht. Hier werden Firmenevents abgehalten, ebenso Hochzeiten, Familienereignisse oder runde Geburtstage gefeiert. "Es ist erstaunlich, wie schnell sich dieses Angebot herumgesprochen hat, ohne dass wir irgendwo dafür Werbung machen mussten", freut sich der 47-Jährige, dass die "Kultscheune" offensichtlich den Nerv der Besucher so gut trifft.

Dass sich der einstige Hof der Bauernfamilien Thümmler und Dressler zu einem Treffpunkt Hunderter Besucher mausert, hätte vor einigen Jahren wohl kaum jemand im Dorf geglaubt. "Als ich zum ersten Mal in diesen Vierseithof trat, fand ich die Atmosphäre urig. Für einen Abriss war das Anwesen definitiv zu schade", erinnert sich Kay Bohne an den Anfang. Der Lauterbacher krempelte die Ärmel hoch, holte neben der Familie Freunde und Bekannte ins Boot und erledigte in seiner Freizeit die notwendigsten Arbeiten, um dem Hof ein annehmbares Aussehen zu geben. 2009, zu einem mittelalterlichen Adventsmarkt, kamen rund 1000 Besucher - das Dorf selbst hat 600 - um sich anzuschauen, was schon aus dem alten Hof geworden war. Innerhalb der jahrelang dauernden Sanierung hat Kay Bohne auch Fördermittel über das Ile-Programm des Landkreises Zwickau erhalten.

Gemeinsam mit dem Verein "Illusionswelten", der sich 2012 gründete, wurde der Hof zu einem Treffpunkt im Dorf entwickelt. Veranstaltungen wie das Osterfeuer, die Klappstuhl-Zeit oder das Sauduell haben schon Tradition. Aber Kay Bohne denkt auch an Kabarett- veranstaltungen und Band-Auftritte für die kommenden Jahre.

Die Neukirchener Bürgermeisterin Ines Liebald (CDU) sieht in der Kultscheune und dem Verein eine Bereicherung für das Dorf. "Die Angebote werden sehr gut angenommen. Und es ist ja auch immer schön, wenn alte Bausubstanz erhalten und saniert wird." Das ist für Kay Bohne das Stichwort. Das Gesindehaus mit dem historischen Laubengang ist schon durch ein dichtes Dach gesichert worden. Hier könnte man perspektivisch noch viel machen. Ideen hätte der Lauterbacher ...

Die nächste Veranstaltung ist am 3. Oktober das Sauduell. Der mittelalterliche Adventsmarkt findet am 22. Dezember statt.

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