Herausforderung für Architekten: Alter Ringofen wird Freizeittreff

Ende des Jahres rücken Bagger aufs Gelände des Ausbildungszentrums in Glauchau. Sie reißen ab und schaffen Platz für das neue Internat.

Glauchau.

Mitarbeiter Thomas Ritzkat weiß eines schon jetzt: Das neue Internat mit dem dazugehörigen Clubraum auf dem Gelände des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums (ÜAZ) des Berufsförderungswerkes Bau Sachsen in Glauchau wird ein echter Hingucker. Denn der ehemalige Ringofen, wo einst Ziegel gebrannt wurden, soll Teil des neuen Clubsraums werden. Bevor im Frühjahr das neue Internat mit 66 Betten gebaut wird, muss aber auf dem Areal an der Lungwitzer Straße Platz geschaffen werden. Deshalb soll noch vor Wintereinbruch eine alte Ausbildungshalle und ein Teil des Ringofens mit seinen Anbauten und Garagen abgerissen werden. Geplant waren die Arbeiten dem 52-Jährigen zufolge bereits im Oktober. Organisatorische Gründe hätten jedoch zu den Verzögerungen geführt.

So wurde bereits auf dem Gelände ein neues Gebäudes mit Küche, Speisesaal und Unterrichtsräumen errichtet. Zudem wurde das Verwaltungsgebäude modernisiert. Nun folgt der Internat-Neubau in L-Form, der nach seiner Fertigstellung auch als Anschauungsobjekt dienen soll. "Der Flachbau bekommt eine Klinkerfassade mit verschiedenen Mauerwerksverbänden", sagt Ritzkat. Gemeint ist die Art der Anordnung der Steine innerhalb des Mauerwerks. Als architektonische Besonderheit soll jedoch der neue Clubraum hervorstechen, der unmittelbar neben dem zukünftigen Internat entsteht und in eine Hälfte des alten Ringofens mit seinen Gewölben integriert wird. Der Eingangsbereich soll mit einer Glasfront versehen werden. Neben dem Clubraum können die Baulehrlinge im Internat zusätzlich einen Fernseh-, Kraftraum und Spielgeräteraum, wo unter anderem ein Billardtisch steht, nutzen. Die beiden Internatsgebäude an der Waldenburger Straße sollen bis zur Einweihung des Neubaus vorerst weiter genutzt werden. Erst danach werde entschieden, was mit den Häusern passiert, so Ritzkat.


Am 2. September starten 146 junge Leute ihre praktische Erstausbildung - 2018 waren es 156, ein Jahr zuvor 117. "Diesmal sind zwei Mädchen dabei, die sich zum Baugeräteführer ausbilden lassen", sagt Michael Wieczorek, Leiter des ÜAZ. "Die Baubetriebe wissen die Qualität unserer Ausbildung zu schätzen." Neben Baugeräteführern werden in den Praxishallen in Glauchau noch Kanalbauer, Straßenbauer, Maurer, Beton- und Stahlbetonbauer ausgebildet. Neben dem ÜAZ besuchen die Baulehrlinge im Wechsel eine Berufsschule. Auch Praxistage bei der Baufirma, die mit dem Lehrling den Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat, sind noch zu absolvieren. Neben der praktischen Erstausbildung bietet das ÜAZ auch die Weiterbildung für Facharbeiter und Gesellen an, die für die Tätigkeiten als Vorarbeiter und Polier fit gemacht werden. "Ehemalige Lehrlinge, die sich nach Jahren bei uns weiterbilden, sagen immer wieder, dass sie auf das hier Gelernte gut aufbauen können", so Wieczorek.

www.bau-bildung.de/glauchau

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