Jede Menge Platz zum Toben: Kinder weihen Schulhof ein

Nach zwei Monaten Bauzeit konnten die Schüler der Altstädter Grundschule ihren neuen Sport- und Spielbereich in Beschlag nehmen.

Waldenburg.

Für die Kinder muss die Neugestaltung des Schulhofes der "Altstädter Grundschule" in einen Sport- und Spielbereich eine gefühlte Ewigkeit gedauert haben. Doch am Freitag war es endlich soweit. Nachdem die Grundschulleiterin Katrin Maywald den Innenhof mit den neuen Spielmöglichkeiten freigab, gab es kein Halten mehr. Die 169 Jungen und Mädchen erstürmten die Tischtennisplatte, den großen Sandkasten und den neuen Bolzplatz.

Der war laut dem Waldenburger Bürgermeister Bernd Pohlers (Freie Wähler) die kostenintensivste Investition bei der Neugestaltung. "Vorher war der Bereich eine alte Rasenfläche gewesen, die bei Regen nahezu unbespielbar war", so der Rathauschef. Jetzt besteht der Bolzplatz aus wasserdurchlässigem rötlichen Kunststoffbelag und einem Ballfangzaun. Damit die Grundschüler einen weiteren Teil des Schulhofes mit einem Zweifach-Reck, Maltafeln in Blumenform und eine Korbschaukel in Beschlag nehmen können, müssen sich aber noch ein wenig gedulden. "Der Sportrasen muss erst noch anwachsen. Wie lang das dauert, ist vom Wetter abhängig", sagt Pohlers. Weitere Maßnahmen im Rahmen der Umgestaltung waren auch die Anpflanzung von Sträuchern und Bäumen, eine neue Einfriedung und ein neuer Stellplatz für die Mülltonnen.


Schon seit langen wünschten sich die Schüler einen Schulhof mit Spielmöglichkeiten. "Vor zwei Jahren haben einige Schüler der Schule ein Plakat mit Dingen gemalt, die sie sich wünschen. Damit sind wir ins Rathaus gegangen und haben es dem Bürgermeister überreicht", erklärt die Grundschulleiterin, die seit 19 Jahren an der Schule tätig ist. Während der Bauphase konnten die Kinder das Nachbargrundstück, welches der Kirche gehört, zum Toben nutzen. "Dafür sind wir dem Kirchenvorstand sehr dankbar. Die Kinder brauchen einfach die Bewegung. Während des Umbaus konnten wir den Außenbereich nicht nutzen", sagt Maywald. Als Dankeschön überreichte sie Dirk Beyer vom Kirchenvorstand zur Eröffnung einen Apfelbaum. "Viele Kinder aus der Grundschule kommen auch zu uns in die Christenlehre. Die Kinder liegen uns sehr am Herzen", betont Beyer.

Positiv sieht die seit August tätige Leiterin der angrenzenden Horteinrichtung, Daniela Lichy, die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. "Während der Bauphase haben wir den Wunsch geäußert, dass wir gern einen größeren Sandkasten wollen. Frau Warmuth-Tränkmann und Herr Strauch von der Bauverwaltung sind unserem Wunsch nachgekommen", erklärt die Hortleiterin.

Von Juli bis August dauerte die Umgestaltung durch das Bauunternehmen Rübner aus Leipzig. Die Kosten dafür betrugen 133.000 Euro. Das Maßnahme ist über das Programm "Invest Schule" zu 75 Prozent und aus Eigenmitteln der Stadt zu 25 Prozent finanziert wurden.

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