Licht am Ende

Was die Region in dieser Woche bewegte

Na, haben Sie noch Ihre gute Laune, bei all den Dingen, die unser Leben so anders machen? Solange Licht am Ende des Tunnels ist, selbstverständlich. Wir lassen uns die Laune nicht verderben. Allerdings ist für das bloße Auge nicht wirklich erkennbar, um was für ein Licht es sich am Ende der Unterführung handelt. Eine glimmende Zigarette, eine flackernde Kerze, eine Glühbirne oder gar ein grelles Neonlicht? Und so wissen wir auch nicht, wie weit das Ende des Tunnels tatsächlich von uns entfernt ist. Lichtjahre?

Nein, nein, so schwarz wollen wir gar nicht malen. Denn Zeit ist relativ. Heute vor 35 Jahren war übrigens meine Entlassung von den bewaffneten Organen. Das dazugehörige Entlassungstuch habe ich leider nicht mehr. Das könnte ich mir jetzt im Falle des Falles um das Gesicht wickeln. Der Jahrestag wäre eigentlich auch ein triftiger Grund für ein frisch gezapftes Bier, bei dem man mit Freuden und den Umsitzenden über die Dauer der Pandemie debattieren könnte. Doch die Stühle der Gastronomen bleiben leer. Selbst wenn sie sie, wie am Freitag mancherorts geschehen, nach draußen auf die Marktplätze stellen. Bier aus dem Zapfhahn gibt es trotzdem nicht. Und die Brauereien bangen um den Absatz ihrer Fässer, wie wir diese Woche lesen mussten. Ernüchterung macht sich breit. Die Biergärten verunkrauten. Den Konsumenten bleibt im Grunde nur die gläserne Pfandflasche, die Plaste-Pulle mit Drehverschluss oder die Weichblechdose.

Übrigens, bei einem Bier im privaten Bereich habe ich neulich gehört, dass die Krisenstäbe allerorten freiwillige Helfer suchen. Wissen Sie, was deren Aufgabe sein soll? Im Dreischichtsystem und mit dem nötigen Abstand dafür sorgen, dass das Licht am Ende des Tunnels nicht ausgeht.


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