Linke kritisieren Namenswahlfür Park

Parteivertreter halten Verlängerung der Suche für fragwürdig

Glauchau.

Die Verlängerung der Namenssuche für den Stadtteilpark an der Schlachthofstraße/Ecke Heinrich-Heine-Straße sieht der Glauchauer Ortsverband der Linken kritisch. Generell finden es die Linken wichtig und richtig, dass die Bewohner zur Beteiligung aufgerufen und um ihre Meinung gefragt werden. "Ins Lächerliche gezogen wird das Ganze dann jedoch durch eine unbegründete Fristverlängerung. Bei einem solchen Vorgehen bleibt der Eindruck, dass Bürgerbeteiligung nur erwünscht ist, wenn sich die Meinungen der Bewohner mit denen der Stadtverwaltung decken", heißt es wörtlich. Mit elf Namensvorschlägen, die bereits vorliegen, habe es eine Grundlage für die Wahl eines Namens im Stadtrat gegeben. Doch die Stadtverwaltung hat die Frist bis zum Jahresende verlängert.

Dieses Vorgehen schließe sich nahtlos an die Beteiligung zur Planung des Parks an. Damals sei versäumt worden, Ideen der Bewohner aufzunehmen beziehungsweise das Gespräch mit Menschen zu suchen. Natürlich stehe es der Stadtverwaltung frei, so zu handeln, allerdings sollte man dann auch die Gründe dafür erklären und kommunizieren, um Vertrauen in die Demokratie nicht zu verspielen.

Der Ortsverband spricht sich für den Namen "Erich-Kästner-Park" aus. Den Kinderbuchautoren würden die Grundschüler der Erich-Weinert-Schule ebenso wie viele Erwachsene kennen. "Außerdem befinden sich im Stadtteilbereich mehrere Straßen, die nach Schriftstellern benannt wurden", heißt es.

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