Umweltamt fordert Extra-Gutachten

Vor dem Baubeginn an einem Rückhaltebecken gibt es noch Klärungsbedarf. Das ist nicht das erste Problem bei dem Projekt.

Dennheritz.

Erst mit Verspätung können die Tiefbauarbeiten für die Ertüchtigung eines Regenrückhaltebeckens im Oberlauf des Oberschindmaaser Dorfbachs beginnen. Der Grund: Das Umweltamt des Landkreises Zwickau fordert von der 1300-Einwohner-Gemeinde vor dem Baubeginn weitere Unterlagen. Konkret fehlen Protokolle von Baugrund- und Standsicherheitsuntersuchungen. "Es geht um Nachweise zur Standsicherheit im Extremfall. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Damm nach einem Hochwasser nicht planbar überströmt wird", sagt Ines Bettge, Mitarbeiterin der Pressestelle des Landkreises. Die Vergabe der Ingenieurleistungen steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag.

Damit kommt der Zeitplan für das Bauprojekt durcheinander. Bereits zur Gemeinderatssitzung im August wurde der Auftrag an ein Bauunternehmen aus Aue vergeben. Die Firma, die den Zuschlag erhielt, setzte sich mit ihrem Angebot gegen fünf weitere Bewerber durch. Die Realisierung war ursprünglich zwischen dem 3. September und dem 16. November geplant. Die Bagger konnten bisher - durch die eingangs erwähnten Probleme - noch nicht anrollen. "Wir hoffen, dass es zeitnah losgehen und die Maßnahme bei entsprechender Witterung innerhalb von vier Wochen zum Abschluss gebracht werden kann", sagt Bürgermeister Frank Taubert (Freie Wähler).

Die Kosten für die Tiefbauarbeiten belaufen sich auf 48.800 Euro. Das Vorhaben wird mit Zuschüssen aus dem Programm "Brücken in die Zukunft" gefördert. Das heißt: 75 Prozent der Ausgaben kommen aus den Töpfen von Bund und Freistaat. 25 Prozent der Kosten übernimmt die Kommune. Der Eigenanteil hätte möglicherweise auch für andere Vorhaben im Dorf verwendet werden können. Der Grund: Die Stadtverwaltung in Crimmitschau, die eine Verwaltungsgemeinschaft mit Dennheritz bildet, hat das Projekt nach dem Hochwasser im Frühjahr 2013 nicht in die Schadensbilanz aufgenommen. Das wäre aber die Voraussetzung gewesen, um die gesamten Kosten aus Töpfen für die Beseitigung von Hochwasserschäden finanziert zu bekommen. Die Schäden wurden erst ein Jahr später bei der Gewässerschau entdeckt.

Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag im Gerätehaus der Feuerwehr in Niederschindmaas. Beginn ist 19 Uhr.

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