AfD-Räte feiern sich als neue Eigentümer

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Die Fronten sind grundsätzlich eigentlich klar - doch um das Berggasthaus auf dem Pfaffenberg in Hohenstein-Ernstthal wird immer erbitterter gerungen. Wie lange noch?

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2020 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 12
    3
    leserwolf1962
    11.02.2021

    Privatunternehmerische Investitionen in lange brach liegende Objekte ist in der Regel löblich und gewünscht, hier scheinen allerdings wieder einmal drei Buchstaben zu stören.

  • 14
    5
    Drumlin
    10.02.2021

    Im Freie-Presse-Artikel vom 18.12.2020 "Rathaus rechnet mit schwierigen Jahren" wird berichtet, dass der OB in der Stadtratssitzung den Doppelhaushalt 2021/2022 vorstellte. Es wird mit geringeren Einnahmen, Kreditaufnahmen und nahezu vollständigem Verbrauch der Rücklagen bis 2025 gerechnet. Die Verschuldung wird sich bis 2025 mit 7 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Diese Erkenntnisse sind conträr zum Vorhaben, eine Immobilie zu kaufen, für die man sich jahrzehnte leider nicht interessierte.
    Das Verhalten vieler Stadträte gegenüber den Käufern des Berggasthauses ist höchst zweifelhaft und bedauerlich. Diese beiden Herren bringen offensichtlich neben ihrer Heimatverbundenheit auch wirtschaftliche und baufachliche Kompetenz mit. Der Inhalt der Homepage www.berggasthaus-hot.de zeugt davon, dass man das Vorhaben sehr gut durchdacht hat, so dass einer Wiedereröffnung in 2022 wohl nichts im Wege stände. Man kann ihnen nur viel Erfolg, gutes Gelingen und ein Umdenken im Stadtrat wünschen.

  • 18
    7
    paral
    10.02.2021

    Warum nur traue ich den Gebrüdern Pfau zu, das sie ihr gegebenes Versprechen einlösen? Warum nur sehe ich, wenn die Stadt ihr Vorkaufsrecht wahrnimmt, die Immobilie weiter verfallen? Fragen über Fragen! Natürlich werden die Pfaus bei Erwerb drauf achten, das die Vorkaufsrechte von ständig klammen potentiellen Erwerbern aus dem Grundbuch verschwinden. Man nennt das ganze übrigens Marktwirtschaft, die Wahrnehmung von Gewerbefreiheit und privaten Initiativen. Das sollten sich die Politisierer hinter die Ohren schreiben. Man ist sehr gespannt, wie das Ganze ausgeht!

  • 5
    6
    Webs33
    10.02.2021

    Leider wurden der Ersteller der Website, sicher nur zufällig, nach dem ersten Tag wieder entfernt.

  • 6
    7
    MarioM
    10.02.2021

    Soweit ich weiss gibt es einen solchen Eintrag und soweit ich weiss, wollen die beiden Herren diesen auch entfernen lassen, sollten sie das Haus erwerben.
    Übrigens, die Herren machen ja ziemliche Werbung mit ihrer "privaten" Website zum Berggasthaus. Ein Blick auf die Ersteller der Website lohnt sich.

  • 3
    1
    chemnitzmischa
    09.02.2021

    MarioM

    "Solange das Vorkaufsrecht im Grundbuch eingetragen ist, dürfte die Frage nach triftigen Gründen wenig relevant sein."

    Dann wäre es ein sog. "dingliches Vorkaufsrecht" und keines nach BauGB. Wissen Sie da was Genaueres, wie ein solches zutandegekommen sein könnte? Ich hatte deshalb ja auch korekt eingeschränkt: "Z u m i n d e s t die Ausübung eines Vorkaufsrecht nach BauGB...""

  • 7
    6
    MarioM
    09.02.2021

    @chemnitzmischa
    Solange das Vorkaufsrecht im Grundbuch eingetragen ist, dürfte die Frage nach triftigen Gründen wenig relevant sein.
    Von daher alles juristisch sauber.

  • 11
    7
    chemnitzmischa
    09.02.2021

    Die Pfau-Brüder feiern sich?

    Auf

    https://berggasthaus-hot.de/

    informieren sie lediglich sachlich über den Kauf und über ihre Absichten mit dem Objekt. Keinerlei Triumphgeheul.

    Zwei einheimische Unternehmer nehmen Geld in die Hand, um einem lokalen Kleinod seinen Glanz wiederzugeben. In einer Zeit, in der viele Gastronomen aufgeben müssen, sind Initiativen dieser Art ein Schimmer der Hofffnung, damit wir 2022 überhaupt noch irgendwo einkehren können.

    Zumindest die Ausübung eines Vorkaufsrecht nach BauGB setzt voraus dass eine Gemeinde trifftige Gründe in der Sache darlegen kann. Die Absicht, einen Verkauf an Mitglieder einer antipathischen Partei nicht zu dulden, dürfte sicher kein "triftiger Grund" i.S.d.G. und alles andere als "juristisch sauber" sein. Da haben sich die Herren Stadträte wohl bereits um Kopf und Kragen geredet (und solten daraus folgende mögliche Schadensersatzansprüche an die Stadt mitbedenken)

    It:s the Rechtsstaat, stupid!

  • 21
    13
    Drumlin
    05.02.2021

    Georg1, ich stimme Ihnen vollumfänglich zu, dass zu so einem Projekt viel Mut und Leidenschaft gehören.
    Umso verwunderlicher sind die Meinungen von Presse und Politikern. Da werden auf einmal höchst zweifelhafte Vergleiche zwischen Hohenstein-Ernstthal mit dem Pfaffenberg und Berchtesgadem mit dem Obersalzberg gezogen. Das redliche Handeln Hohensteiner Bürger wird angezweifelt. Das ist kein seriöser, objektiver Journalismus und keine Politik zum Wohle des Ortes.
    Mut und Leidenschaft für das Berggasthaus brachten in den letzten beiden Jahrzehnten leider weder die Stadt, noch gewerbliche Investoren, noch Privatpersonen auf. Weshalb jetzt dieser Aufschrei und die Zweifel an den Käufern, die etwas positives für den Ort tun wollen? Die Wiedereröffnung des Berggasthauses wäre eine grosse Bereicherung für den Pfaffenberg und als Ausflugsziel weit über Hohenstein-Ernstthal hinaus.

  • 13
    23
    Webs33
    05.02.2021

    Grundsätzlich finde ich einen Bürgerentscheid sehr gut!
    Warum wird hier aber nur hinterfragt, wo die Stadt das Geld hernehmen will? Ich glaube nicht das zwei Einzelpersonen eine Investition in Millionenhöhe stemmen können, ohne irgendwelchen Investoren. Das spannende wäre, wer sin diese?

  • 14
    15
    Steuerzahler
    05.02.2021

    @MarioGrimm: Bisher 4 „Rote“ für Ihre Meinung, dass man das Volk entscheiden lassen soll? So weit ist es mit dem Demokratieverständnis der Gegenwart schon gekommen! Ein Abbild unserer heutigen Gesellschaft und der Unfähigkeit zur politischen Diskussion ohne vorher festgelegtes Ergebnis.

  • 21
    9
    Georg1
    05.02.2021

    Es gehört schon viel Mut und Leidenschaft dazu, ein solches in jeder Hinsicht kostenintensives Objekt zu erwerben, nicht viele Leute trauen sich das zu....
    Respekt für die potentiellen Investoren! Sie werden viel Geld, Kraft und Engagementin das Haus stecken müssen und auch manche Ärgernisse erleben.
    Unterstützung wäre wohl angebracht
    Es wird aber genügend Neid und Mißgunst auf sie zukommen, nicht umsonst
    sagt der Volksmund: "Der Neid sieht nur das Blumenbeet, aber nicht den Spaten"
    Natürlich ist es einfacher, sein Geld bei einer Kreuzfahrt um die Welt "anzulegen".
    Wir wünschen den evtl. Investoren viel Kraft und gutes Gelingen beim Herrichten des schönen Hauses und als Freunde des Pfaffenbergs freuen wir uns auf die erste Einkehr im wiedereröffneten Objekt.

  • 25
    16
    MarioGrimm
    05.02.2021

    Wie wäre es denn ,wenn man die Bürger entscheiden lässt, anstatt sich hier mit politischen Eitelkeiten zu befassen ! Dann würde man sehen welche Meinung diejenigen haben ,die diese Kommunalpolitiker gewählt haben .Ein Herr Stadtrat Röder wird ständig in der Ich-Form zitiert ,nicht einmal heißt es,, die Bürger wollen das ". Lasst das Volk entscheiden ob Sie für oder gegen den Rückkauf durch die Stadt sind

  • 28
    13
    Drumlin
    05.02.2021

    Es stellt sich doch eher die Frage, warum die Stadt das Gebäude im Jahr 2000 verkauft hat - und jetzt für einen höheren Preis zurückkaufen will. Aus stadtplanerischer Sicht war der Verkauf für eine derartig exponierte Immobilie im Gesamterholungsgebiet Pfaffenberg völlig unverständlich und war ganz offensichtlich nicht weit vorausgedacht.
    In anderen sächsischen Orten wäre man froh, wenn Bürger, die sich ihrer Heimat verbunden fühlen, sich engagieren wollen und können!
    Ganz offensichtlich werden hier durch die Stadt parteipolitische hätte-wäre-könnte eventuell-Phantasien mit bürgerlichem Engagement verwechselt.
    Ist die Stadtkasse etwa so gut gefüllt, dass Kauf, Sanierung und Modernisierung realisiert werden könnten? Das wurde in den letzten 20 Jahren bereits gänzlich versäumt und soll ausgerechnet in der derzeitigen Wirtschaftslage gelingen!?

  • 32
    19
    Steuerzahler
    04.02.2021

    So sehen also die Verantwortlichen das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Eigentum? Die angeblich so demokratische Maske fällt immer mehr. Zwei Privatpersonen wollen das Objekt kaufen und es wird verhindert, weil sie nach Ansicht der Herrschenden in der falschen Partei sind? Noch dazu, nachdem genau diese Leute jahrelang Zeit hatten, sich um das Hause zum Wohle der Stadt zu kümmern. Wo sind wir nur inzwischen hingekommen?!

  • 63
    43
    KTreppil
    04.02.2021

    Nur damit die AFD nicht zum Zuge kommt, will die Kommune plötzlich das Objekt kaufen. Um jeden Preis? Was wird dann daraus? Ich fürchte, für irgendwelche Sanierungen wird das Geld dann zu knapp und der Berggasthof gammelt weiter vor sich hin. Aber Hauptsache die AFD bekommt das Objekt nicht....
    Auch ein sehr gewagter Vergleich von HOT mit dem Berchtesgadener Land? Pfaffenberg im Vergleich mit Obersalzberg? Leute, nicht so hysterisch und Kommunalpolitiker, bleibt auf dem Teppich. Wenn euch der Pfaffenberg plötzlich so wichtig ist, warum habt ihr ihn nicht längst gekauft?

  • 46
    36
    Georg1
    04.02.2021

    Vollkommen richtig, Herr Grimm, das sehen wir auch so!!!

  • 49
    38
    Tauchsieder
    04.02.2021

    Leider kein Einzelfall. Die Unfähigkeit der Verwaltung zieht sich im Regierungsbezirk Chemnitz wie ein roter Faden vom Vogtland bis nach Chemnitz durch. Wahrscheinlich aber noch viel weiter.
    Wird dann der OB zum Wirt gemacht und der /die Kämmerin kassiert dann die Gäste ab?

  • 51
    43
    Hinterfragt
    04.02.2021

    Was lehrt uns das?
    Wie in tiefsten Zeiten der DDR - es kommt ganz entscheidend auf's RICHTIGE PARTEIBUCH an ...

  • 77
    44
    MarioGrimm
    04.02.2021

    Als letzter Pächter des Berggasthauses bin ich sehr überrascht vom Ansinnen des Herrn OB und seinen MitstreiternIch habe vor 7 Jahren um Hilfe gebeten und mir wurde damals erklärt das die Stadt kein Interesse am Rückkauf hat Jetzt wird die Sache zum Politikum und viele Bürger schütteln mit dem Kopf und lachen über die von Ihnen gewählten Kommunalpolitiker Wie will eine eh schon klamme Stadt neben dem Kaufpreis noch mehrere hunderttausend Euro stemmen um das Objekt auf Vordermann zu bringen und ich weiß wovon ich rede Lasst die genannten Privatpersonen das Objekt erwerben und es wird neues Leben auf dem Berg einziehen