An der Bernsdorfer Hauptstraße setzen Bauleute zum Endspurt an

Das größte Bernsdorfer Straßenbauprojekt steht vor dem Abschluss der zweiten Etappe. Trotz Mehraufwand will die Baufirma den Termin halten und Mitte November die Straße wieder frei- geben.

Bernsdorf.

Das war so nicht geplant. Der weiche Untergrund ist aber nicht die erste Überraschung, die Vorarbeiter Ronny Wittig beim Bau der Bernsdorfer Hauptstraße erlebt hat. Erst im Juli mussten die Männer von der Firma Asphaltbau Chemnitz einen Entwässerungsschacht in der Straße völlig neu aufmauern.

Jetzt mussten sie feststellen, dass der Straßenunterbau weich war wie eine Semmel. "Nur Lehm unterm Packlager, das war vermutlich auch der Grund dafür, dass die Straße unter dem Verkehr so gelitten hat. Sie war einfach nicht für schwere Laster und Landwirtschaftsverkehr ausgelegt", weiß jetzt Wittig. "Stellenweise mussten wir deswegen 20 Zentimeter Unterbeton einbauen, bevor die anderen drei Schichten aufgetragen werden", ergänzt er. In einem Teilstück von rund 60 Metern Länge mussten rund 70 Kubikmeter Beton eingebracht werden, um der Straße künftig eine längere Lebensdauer zu sichern. Zudem wurden die Straßeneinläufe und Fußwege erneuert. "Zum Glück hat uns das Wetter nicht im Stich gelassen, sonst wären wir mit den Bauarbeiten in Verzug geraten", zeigt sich der Vorarbeiter zufrieden. Noch stehen aber einige Arbeiten an. Auf den Straßenunterbau kommen nun noch 32 Zentimeter Tragschicht, Binder und Deckschicht. Dafür sollten sich die Temperaturen aber nicht im Minusbereich befinden. Wittig geht davon aus, dass seine Mannschaft den Terminplan einhalten kann. Bis Mitte November gilt die verkehrsrechtliche Anordnung. Wittig ist sich ziemlich sicher, dass die Firma das Straßenteilstück von Haus Nummer141 bis zum "Goldenen Hirsch" an der Bundesstraße 173 bis zum 15. November abschließen wird. "Dann stehen nur noch einige kleine Restarbeiten an. Das erste rund 600 Meter lange Teilstück zwischen dem Haus Hauptstraße 212 und dem Abzweig Spielplatzweg war im Oktober 2018 erledigt. Insgesamt sollte die Maßnahme mehr als 2 Millionen Euro kosten. Fest steht aber: Wegen des Mehraufwandes für den Unterbau und zusätzlicher Leistungen wird alles teurer als geplant. "Wenn man in eine solche alte Straße hineinreißt, kommt immer etwas zutage, womit auch die Planer nicht rechnen konnten", so Wittig.

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