Aus Merinowolle werden Bilder

Von älteren Damen, die sich wahrlich in die Wolle kriegen, frischem Grün für das Stadtbild und einem Redner, der seine Rede zum Nachhören einspricht.

Barbara Haubold (71), Malerei war schon immer ihr Hobby gewesen. Ersten Grundkenntnisse im Zeichnen erhielt die geborene Zwickauerin von Professor Karl Michel an der Abendschule in ihrer Geburtsstadt. Wegen Zeitmangels war Barbara Haubold jedoch gezwungen, ihre Lieblingsbeschäftigung lange Zeit zu vernachlässigen. Mitte der 90er Jahre aber fing die Hobbykünstlerin wieder mit Aquarellbildern an. Doch auch andere Materialien wie Öl und Acryl, ja sogar Merinowolle erregten Barabara Haubolds Interesse. Bei einer Rehamaßnahme im Jahr 2009 lernte sie, dass die von der nordafrikanischen Schafart stammende Wolle sich nicht nur zum Filzen, sondern auch dafür eignet, schöne Momente in Bildern einzufangen. Spätestens seit 2010 ist Barabara Haubold in der Region keine Unbekannte mehr. Ihre Ausstellungen finden fast in ganz Sachsen statt. Auch die Weitergabe ihrer Fertigkeiten bedeuten der Rentnerin viel. Am vergangenen Mittwoch zeigte Barbara Haubold den Damen im Frauenzentrum Lichtenstein, wie Bilder mit Wolle gestaltet werden. (akli )

Lars Kluge (42) will am Grün in der Karl-May-Stadt auch künftig nicht sparen. Das hat der CDU-Oberbürgermeister am Freitagvormittag bei einer Pflanzaktion in der Hohenstein-Ernstthaler Antonstraße beteuert. Dort mussten für acht Bäume Ersatzpflanzungen erfolgen. Vor allem der Wassermangel der vergangenen beiden Sommer hatte etlichen Bäumen in der Stadt gen Garaus gemacht. In der Antonstraße wurde die Pflanzaktion mit den letzten drei von insgesamt 22 Bäumen im Stadtgebiet abgeschlossen. Karsten Petzer und Nick Neubert von der Firma Galabau Findeklee aus Röhrsdorf setzten die Ginkgobäume in ihre Pflanzgruben, füllten das Ganze mit Erde an und bauten die Stützkonstruktionen aus Rundhölzern auf. Damit sich die Bäume optisch nicht von den anderen in der Allee abheben, mussten die Gehölze mindestens zehn Jahre alt sein. Laut Kluge werden für die Begrünung 24.000Euro eingesetzt. "In der Summe sind aber nicht nur die Kosten für die neuen Bäume enthalten, sondern auch die Baumpflege." Außerdem kümmert sich die Firma um rund 500 Bodendecker, die auf städtischen Flächen wachsen. Bei den aktuellen Pflanzaktion wurden Linden, Eichen, Roteichen, Zierkirschen und Rotdorn gesetzt. Kluge rechnet auch in Zukunft mir höheren Kosten in dem Bereich, wenn der Klimawandel weitere solche Sommer bringt. "Wir wollen trotzdem dranbleiben, abgestorbene Bäume ersetzen und die Stadt auch sonst weiter begrünen", verspricht der Stadtchef. (hpk)

Stephan Wusoswki (34), Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Glauchauer Stadtrat, hat seine Rede, die er während des Neujahrsempfangs im Glauchauer Stadttheater vor geladenen Gästen am 10. Januar gehalten hatte, aufgenommen und als Hörbeitrag auf seiner eigenen Facebook-Seite im Internet veröffentlicht. Er hat sich nach eigenen Worten nachts "nochmal an meinen Schreibtisch gesetzt und die Rede eingesprochen". Der ganzen Aktion gab er den sächsisch klingenden Titel "horche ma'". Schließlich soll alles auch ein bisschen peppig sein. "Ich werde zwar nicht der Betonungsweltmeister des Jahres 2020, aber eigentlich geht's ja auch mehr um den Inhalt", fügt Wusowski hinzu. In der Stadt Glauchau ist es schon lange Tradition, dass die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats beim Neujahrsempfang die Fraktionsrede halten dürfen. Sie wechseln sich da jährlich ab. Für Wusowski, der seit Sommer 2019 Fraktionschef der Freien Wähler ist, war es eine Premiere. Er stand erstmals am Rednerpult im Stadttheater. (sto)


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