Benefiz und Ring-Flitzer

Ein ganzes Dorf will helfen und ein Quartett geht voran, ein vormaliger Herr des Sachsenrings dreht eine Runde und viel Lektüre für den Sommer.

Ulrike Steinke und Nicole Vorwergk, die regelmäßig bei der SG Callenberg helfen, sowie Marco Franke und Ronny Schmidt von der Feuerwehr können stolz sein. Denn die Benefizaktion "Unser Dorf für Leon" in Langenchursdorf war ein echter Erfolg und zeigt, wie viel Hilfsbereitschaft es bei Schicksalsschlägen geben kann. "Eigentlich wollten wir mit dem Fußball-Nachwuchs ein Benefizturnier machen. Als wir dann zur Beratung mit Frank Haupt kamen, waren schon etliche andere da, die auch was tun wollten", erinnert sich Ulrike Steinke an den Planungsstart der Aktion, mit der nach einem Wohnhausbrand mit einem toten Jugendlichen geholfen werden sollte. Nicht nur Fußballballverein und Feuerwehrverein waren dabei, sondern beispielsweise auch Traktorfreunde, Bodypainter und viele andere Helfer und Unterstützer. Für Marina Lucht, deren Familie von dem Wohnungsbrand betroffen war, war es nicht leicht, zu dem Fest zu gehen. Vor Ort war sie überwältigt. "Es ist für mich immer noch unfassbar, wieviel Solidarität und Engagement ich vorhin erleben durfte", sagte sie. Die Spendensummer, die bei der Veranstaltung zusammengekommen ist, steht noch nicht endgültig fest, wird sich aber wahrscheinlich im hohen vierstelligen Bereich bewegen. (mpf)

Steffen Schubert (65), der von 1990 bis 2015 Bürgermeister von Oberlungwitz war, kennt den Sachsenring nicht nur durch viele kommunalpolitische Entscheidungen oder den Motorrad-Grand-Prix. Als begeisterter Hobbyläufer war er am Mittwoch als Mitglied des Teams des "Freien Presse" beim Firmenlauf auf der Rennstrecke dabei. "Für Läufer ist das hier nicht ganz einfach", sagte Schubert nach dem Lauf, den er als 142. von 393 platzierten Startern beendete. Für die gut dreieinhalb Kilometer auf der Berg- und Talbahn des Sachsenringes, dessen lange Anstiege teils rund zehn Prozent Steigung haben, benötigte er 19:03 Minuten. In der Vergangenheit absolvierte Schubert ebenfalls schon Wettbewerbe auf der Strecke, bei denen drei Runden zu laufen waren. "Mit dem Rennrad war ich hier auch schon unterwegs", berichtete der Oberlungwitzer, der am Mittwoch mit einem gut gepflegten Herrenrad aus DDR-Produktion an die Strecke gekommen war. Die, und das betonte Schubert schon zu Amtszeiten gern, liegt ja zu wesentlichen Teilen auf dem Gebiet von Oberlungwitz, während sie fast immer Hohenstein-Ernstthal zugeordnet wird. (mpf)


Kathrin Hisslinger, Leiterin der Lichtensteiner Stadtbibliothek, hat viele Ideen, wenn es darum geht, junge Leseratten anzufüttern. Sogar für Kinder, die noch nicht lesen können, nämlich die Drei- bis Sechsjährigen, hat sie mit dem "Bilderbuchkino" eine Veranstaltungsreihe in ihrer Einrichtung etabliert. Für die Ferienkinder gibt es demnächst wieder den Buchsommer. Wer nicht gerade mit den Eltern in Urlaub ist oder den Tag mal nicht im Sommerbad verbringen möchte (oder nur in Begleitung eines aus der Bibliothek ausgeliehenen Buches), für den gibt es in der Bibliothek die Sommerferien-Aktion unter dem Motto "Beim Lesen tauch' ich ab". Das ist vor allem für Schüler ab der 5. Klasse geeignet. Erkennbar sind die speziell ausgewählten Bücher am Buchsommer-Aufkleber. 130 Abenteuergeschichten, Comic-Romane, romantische Liebes- und aufregende Fantasygeschichten warten auf junge Leser. Die Abgabe der Buchsommer-Bücher wird in einem Leselogbuch notiert. Wer drei Bücher gelesen hat, bekommt eine Einladung zur Abschlussparty. Start des Buchsommers ist am 24. Juni, 10 Uhr. (hpk)

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