Brücke: Die lichte Höhe bleibt Problem

Die Lungwitzer Straße in Hohenstein-Ernstthal wird vorerst für hohe Laster unpassierbar bleiben. Eine Absenkung wäre eine Gemeinschaftsaufgabe von Landkreis und Stadt.

Hohenstein-Ernstthal.

Der Unfall eines slowakischen LKW, der am Montag die Höhenangabe an der Bahnbrücke über die Lungwitzer Straße nicht beachtete und mit dem Auflieger stecken blieb, wirft wieder die Frage nach der Absenkung der Straße auf, über die schon mehrfach debattiert wurde. Der Landkreis Zwickau hatte dieses Vorhaben vor einigen Jahren in Aussicht gestellt, doch zuletzt wurde es ruhig um dieses Projekt. Dabei wird es voraussichtlich bis auf weiteres auch bleiben. "Diese Straßenbaumaßnahme ist für die Kreisverwaltung nicht vordringlich. Eine Realisierung ist im Investitionsplan der Behörde mittelfristig eingeordnet", sagte Landkreissprecherin Ilona Schilk.

Auch Angelika Höller aus dem Hohenstein-Ernstthaler Bauamt kennt die Problematik. Wenn der Landkreis die Straße absenken würde, müsste die Stadt entsprechend die Fußwege anpassen, was in diesem Bereich aufgrund des veränderten Gefälles einigen Aufwand bedeuten würde. "Wir beschäftigen uns erst wieder mit Thema, wenn es konkrete Pläne des Landkreises geben sollte", sagte Angelika Höller.

Der Unfall am Montag war glimpflich ausgegangen. Der slowakische Lkw-Fahrer blieb unverletzt, allerdings dürfte der Unfall aufgrund eines festgestellten Atemalkoholwertes von 0,78 Promille Folgen für ihn haben. Die Brücke trug keine ernsthaften Schäden davon. "Der Auflieger des Lkw hat zum Glück nachgegeben", sagte der Hohenstein-Ernstthaler Ortswehrleiter Sven Weinhold, der mit seinen Einsatzkräften vor Ort war. Zugmaschine und Auflieger wurden nach Chemnitz auf das Gelände einer Bergungsfirma gebracht, wo sie die slowakische Spedition gegen die Begleichung der entstandenen Kosten abholen konnte. An der Bahnbrücke waren schon mehrfach Fahrzeuge hängen geblieben, zuletzt Anfang Dezember 2018.

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