Das erste verlassene Auto ist weg

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat die Polizei herausbekommen, was hinter dem weißen VW in Zwickau steckt. Und der grüne Corsa in Hartenstein hat einen neuen Standort gefunden.

Zwickau/HartensteinDer Nebel um die beiden verlassenen Autos an den A 72-Anschlussstellen Zwickau-Ost und Hartenstein lüftet sich ein wenig. Im Fall des weißen VW Bora bei Zwickau hat die Polizei nun doch noch herauskriegen können, was sie mit dem Abstellen des Fahrzeugs zu tun hatte. Und der grüne Corsa bei Hartenstein hat sich überraschend schnell weg bewegt.

Das Auto ohne Nummernschilder an der Abfahrt Zwickau-Ost geht - wie zuvor schon vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) korrekt mitgeteilt - auf eine Maßnahme der Polizei Chemnitz zurück. Bei einer ersten Anfrage hatten die Chemnitzer auf ihre Zwickauer Kollegen verwiesen. Am Mittwoch aber sagte eine Polizeisprecherin, ein Beamter habe sich gemeldet und ihr den Fall geschildert. Demnach ist einer Chemnitzer Polizeistreife am 19.November der weiße Wagen auf der Autobahn aufgefallen. Sie leiteten das Fahrzeug an der Anschlussstelle Zwickau-Ost von der A72 ab und kontrollierten den Fahrer. Der 43-jährige Chemnitzer war den Angaben zufolge ohne Führerschein unterwegs, stand unter Drogen und hatte zudem falsche Nummernschildern an dem Auto angebracht. Deswegen montierten die Beamten die Nummernschilder ab, untersagten die Weiterfahrt und wiesen den Mann an, das Auto so schnell wie möglich entfernen zu lassen. Weil das noch immer nicht passiert ist, hat das Lasuv dem Fahrer inzwischen damit gedroht, das Auto abschleppen zu lassen. Noch steht das Fahrzeug an Ort und Stelle.

Der grüne Corsa an der Anschlussstelle Hartenstein hingegen fristet sein Dasein inzwischen anderswo. Nachdem das Hartensteiner Hauptamt am Montag mitgeteilt hatte, man wolle erst den Fahrer ausfindig machen, sagte Bürgermeister Andreas Steiner (parteilos) am Dienstagabend im Stadtrat überraschend, man habe das Auto schon abschleppen lassen. Wo es sich jetzt befindet, teilte Steiner nicht mit. Die Stadt hat demnach den Eigentümer des Fahrzeugs mit Berliner Kennzeichen angeschrieben. "Er muss für die Kosten aufkommen", sagte Steiner. Aber der Bürgermeister zweifelt daran, das Geld wiederzusehen und merkt an: "Vielleicht nutzen wir das Fahrzeug ja kommendes Jahr bei einer Feuerwehr-Übung."

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