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Schachspieler müssen sich heute nicht mehr übers Brett hinweg in die Augen schauen. Pfiffige Schüler setzen Partner in Israel beim Skypen matt.

Hohenstein-Ernstthal.

Ein Schülerquartett aus der heimischen Talenteschmiede des Hohenstein-Ernstthaler Schach-Seniors Ulrich Wünsch hat jetzt mal ganz nebenbei die sächsische Schulschach-Olympiade gewonnen. Leon Chris Ehrig, Jakob Matthäi, Aaron Lichtenstein und Marius Kreher, die jede Woche einmal in der Küche des Hohenstein-Ernstthaler Rentners beim Fördertraining "angefüttert" werden, waren für das Lessinggymnasium der Karl-May-Stadt ins Rennen gegangen.

Sogar die Hochkaräter aus Leipzig und Dresden konnten die jungen Schachspieler beim Turnier in Flöha vom Brett pusten. Zwei aus der Mannschaft haben alle ihre sieben Partien gewinnen können. Wünsch macht es kurz: "Die sind einfach gut." Das bedeutet nun, dass die Burschen zur Deutschen Meisterschaft fahren werden.

Zuvor stehen noch andere Höhepunkte an. Ein kleines Turnier in der Chemnitzer Stadtbibliothek anfang März beweist, dass man sich beim Schach nicht immer über das Brett mit den 64 Feldern hinweg in die Augen schauen muss. "Die Skypen einfach", sagt Ulrich Wünsch, der von dieser Form des Schachspiels über Tausende Kilometer hinweg genauso begeistert ist wie die 13- bis 15-Jährigen. An dem Turnier werden also auch wieder "alte" Bekannte aus Israel mitmischen. Die moderne Kommunikationstechnik macht es eben möglich. Die Talente aus der begabten Hohenstein-Ernstthaler Nachwuchsriege werden ebenso mitmischen wie Schachspieler aus Chemnitz.

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