Diebe stehlen Fallrohre

Kriminelle suchen Lutherkirche in Lichtenstein heim

Lichtenstein.

Buntmetalldieben ist offenbar nichts heilig. Sie schrecken auch vor Gotteshäusern nicht zurück, um sich ein paar Euro beim Schrotthändler zu verdienen. In der Nacht zum Donnerstag haben dreiste Diebe fünf Fallrohre aus Kupfer von der Lichtensteiner Lutherkirche entwendet.

"Die machen vor nichts halt", machte Pfarrer Reiner Mitschke seinem Unmut Luft. "Ich selbst habe nicht einmal gemerkt, dass sie fehlen. Dem Klempner, der wegen eines Auftrages bei uns war, ist es am Vormittag aufgefallen", ergänzt er. "Etwa bis in Griffhöhe sind die Rohre abgebaut worden." Insgesamt erbeuteten die Diebe zehn Meter Kupferrohr. Außerdem beschädigten sie zwei Blitzableiter. Beim Schrotthändler bringt das Kupfer kaum etwas ein. Der Preis pro Kilogramm reicht je nach Qualität des Kupfers von 4,20 bis 5,20 Euro. Meist bringen die Diebe die Rohre stückweise zum Schrotthändler, damit es nicht auffällt. "Irgendwann steht dann trotzdem die Polizei bei uns vor der Tür. Da haben wir schon einiges erlebt", sagt die Mitarbeiterin eines Lichtensteiner Schrotthandels, die namentlich nicht in der Zeitung genannt werden wollte.

Immer wieder werden die Kupferfallrohre an Kirchen gestohlen. 2016 hatten Diebe auch an der Gersdorfer Marienkirche ein Fallrohr abgebaut und versucht, das Kupferdach eines Nebengebäudes abzureißen. Ebenso traf es in der vergangenen Jahren Gotteshäuser in Chemnitz, Plauen und Erdmannsdorf. (hpk)

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