Fußballer dürfen noch nicht ins Stadion

Heimvorteil dringend gewünscht: In Lichtenstein verzögert sich die Freigabe der modernisierten Sportstätte. Grund sind gleich mehrere unschöne Zufälle.

Lichtenstein.

Eigentlich wollten die Lichtensteiner Fußballer am Samstagnachmittag als Tabellenführer das Spitzenspiel der Kreisoberliga gegen den Verfolger aus Oberlungwitz im modernisierten Jahnstadion bestreiten, doch daraus wird nichts. Die Freigabe verzögert sich und noch ist nicht klar, wann die Kicker auf dem neuen Hybridrasen spielen und trainieren können. "Das ist für uns jetzt schon ziemlich kompliziert", sagt René Schmiedel aus der Abteilungsleitung. Den Fußballern des SSV Fortschritt fehlt nicht nur der Heimvorteil, auch organisatorisch sind die Herausforderungen durch die Verzögerung groß. Training und Spiele finden seit Monaten in Nachbarorten wie Thurm, Mülsen oder Hohndorf statt. Das bedeutet, dass beispielsweise die Spieler der Nachwuchsteams immer wieder auch zu den unterschiedlichen Spielstätten gefahren werden müssen. Wohlgemerkt hin und zurück.

Jörg Laskowski, Spielertrainer bei der ersten Männermannschaft, macht mit seinem Team in den letzten Wochen das Beste aus der Situation und führt die Kreisoberliga souverän an. "Die Situation ist schon anstrengend. Es wäre wichtig, dass da endlich wieder Konstanz reinkommt", sagt er mit Blick auf die ständigen Platzwechsel. Das morgige Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Oberlungwitz soll nun in Mülsen ausgetragen werden.

Im Lichtensteiner Stadion gibt es offenbar mehrere Probleme, die die Freigabe verzögern. Anfang April hatte Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) die Übergabe noch für Anfang Mai angekündigt. Doch die kühle Witterung im April hemmte das Rasenwachstum. Außerdem war der Boden zu feucht für erforderliche Arbeiten.

Und noch ein Problem gesellte sich hinzu. Als vergangene Woche der Mähroboter seinen Dienst aufnehmen sollte, funktionierte er nicht, weil ein Stecker herausgerissen war. Damit aber nicht genug. "Nachdem der Stecker repariert wurde, wurde festgestellt, dass die Induktionsringleitung defekt ist", berichtet Nordheim weiter. Diese Leitung begrenzt den Arbeitsbereich des Mähroboters. Fachleute vermuteten in diesem Fall eine mutwillige Zerstörung, da solche Schäden eigentlich nicht von allein auftreten können.

"Einen konkreten Freigabetermin gibt es noch nicht", muss Nordheim daher die Hoffnungen der Fußballer dämpfen, die dem Abschluss der insgesamt rund 870.000 Euro teuren Sanierung der Anlage so sehr entgegenfiebern.

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