Gemeinde muss bei Energiepässen nacharbeiten

Seit November gilt das neue Gebäudeenergiegesetz - Callenberg reagiert nun auf Kritik aus der Bürgerschaft

Falken.

Die Gemeinde Callenberg hatte noch nicht für alle kommunalen Gebäude einen Energieausweis. Das wird nun nachgeholt, sagt Bürgermeister Daniel Röthig (CDU).

Anlass ist Kritik aus dem Ort. Christoph Lohmann aus Falken hatte den Energiepass für das Sportzentrum Schettlermühle von der Gemeinde schriftlich abgefordert und berief sich dabei auf das Umweltinformationsgesetz. Der Gemeindechef hatte die Forderung jedoch zurückgewiesen. "Es gibt keinen Anspruch darauf, aber die Möglichkeit zur Einsichtnahme", so Röthig, der nicht gerade begeistert ist. "Solche Anfragen zu beantworten, kostet viel Zeit, die man für wichtigere Dinge braucht."

Tatsache ist, dass laut Energieeinsparungsverordnung (EnEV) von 2014 für vielbegangene Gebäude mit einer Nutzfläche von über 500 Quadratmeter (seit 2015 auch für 250 Quadratmeter) ein Energieausweis mit Energiebedarfs- und Energieverbrauchsausweis öffentlich auszuhängen ist. Dieser wird vor allem bei Vermietung, Verpachtung, Verkauf und Neubau notwendig. Die Forderung nach einem Energiepass bleibt auch im neuen Gebäudeenergiegesetz bestehen, das seit November die EnEV abgelöst hat. Hier gelten noch bis zum Mai Übergangsregelungen. Der Energieausweis beinhaltet zum Beispiel Angaben zu verwendeten Heizstoffen sowie die Energiekennwerte des Gebäudes.

Dass bisher nicht für alle Gebäude ein Pass existierte, räumt Bürgermeister Röthig ein. Hier geht es neben der Schettlermühle auch um die Kindertagesstätte Falkenhorst, die alte Schule Langenchursdorf und die Grundschule in Langenberg. "Mir ist durchaus bewusst, dass wir Nachholebedarf bei der energetischen Sanierung kommunaler Gebäude haben. Aber das ist immer auch eine Frage des Geldes. Es geht eben nur Stück für Stück", sagt der Bürgermeister. Ohnehin hätten auch vorhandene Pässe jetzt überarbeitet werden müssen. (hpk)

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