Grünpfeil führt Autofahrer in die Irre

Auf der großen Kreuzung in Wüstenbrand hätte es mehrmals richtig krachen können. An der Ampelanlage gab es einen Fehler, der zum Glück keine Folgen hatte.

Wüstenbrand.

Die Ampelanlage an der großen Kreuzung in Wüstenbrand ist noch ziemlich neu. Aber das heißt nicht, dass mit ihr alles in Ordnung ist. Ein Wunder, dass bisher noch kein Unfall passiert ist. Mehrere Tage zeigte ein elektronischer Grünpfeil an der Ampelanlage in die falsche Richtung. Er hat die Autofahrer regelrecht in die Irre getrieben. Aber erst am gestrigen Freitag alarmierte einer von ihnen die Stadtverwaltung in Hohenstein-Ernstthal. Bis dahin war die Situation durchaus gefährlich. "Ein Glück, dass nichts passiert ist", sagte ein Taxifahrer zur "Freie Presse".

Was genau passte an der Ampelanlage an der hoch frequentierten Straße nicht? Es geht um den elektronischen Grünpfeil, der normalerweise die aus Richtung Anschlussstelle zur Autobahn 4 kommenden Verkehrsteilnehmer nach links Richtung Chemnitz leitet. Aus unerfindlichen Gründen war er aber auf einmal um 90 Grad gedreht. Die Folge: Der Pfeil war nun nicht mehr für die von der Autobahn 4 kommenden Autofahrer zu sehen, für die er eigentlich bestimmt war. Dafür befand er sich jetzt im Blickfeld jener, die aus Richtung Hohenstein-Ernstthal kamen. Für die, die geradeaus nach Chemnitz wollten war das kein Problem. Bei Rot blieben sie wie gewohnt ganz einfach stehen. Aber für die, die nach links Richtung A 4 wollten, wurde es kritisch. Schaltete der Pfeil auf grün und gab vermeintlich freie Fahrt, hätte es zu Unfällen kommen können. Denn die Fahrzeuge aus Richtung A 4, für die der Pfeil je eigentlich bestimmt war, hatten ebenfalls grün.

Die Stadtverwaltung Hohenstein-Ernstthal war zwar für diesen Fall nicht zuständig, reagierte nach dem Bürgerhinweis aber schnell und verständigte die Straßenmeisterei. Die ist im Auftrag des Landratsamtes für den Betrieb der sogenannten Verkehrssicherungsanlagen verantwortlich - und muss eingreifen, wenn irgendetwas nicht funktioniert. "Und das war hier der Fall. Deshalb musste sofort gehandelt werden. Es war Gefahr im Verzug", so der Leiter der Straßenmeisterei, Jens Wappler. Schnell war er vor Ort und erteilte einer Wartungsfirma den Auftrag, unverzüglich den elektronischen Grünpfeil wieder um 90 Grad in die alte Richtung Chemnitz zu drehen.

Wie konnte es eigentlich zu der Panne kommen? Der Pfeil ist mit Klemmschellen und Stahlbändern an dem Mast befestigt. "Vermutlich war er nicht richtig fest gezogen und hat bei einem Sturm seine Lage verändert", erklärt Jens Wappler.

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1Kommentare
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  • 0
    0
    Lesemuffel
    19.01.2019

    Na, da bin ich froh, am Freitag nicht von HE kommend zur A4 bei Grün abgebogen zu sein. Wir haben im Fahrzeug noch gerätselt, was das soll.



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