Grünzeug darf auch jetzt nicht brennen

Hohenstein-Ernstthal: Die Ausnahmen im April und Oktober gelten nicht mehr

Hohenstein-Ernstthal.

Das Verbrennen von Gartenabfällen ist in Hohenstein-Ernstthal auch im Frühjahr und Herbst verboten. Darauf macht die Stadtverwaltung aufmerksam. Mit dem Außerkrafttreten der sächsischen Pflanzenschutzverordnung, die unter bestimmten Voraussetzungen bislang die Verbrennung pflanzlicher Abfälle in den Monaten April und Oktober ermöglichte, ist außer Kraft getreten. Damit sei das Verbrennen von Bioabfällen künftig ausgeschlossen beziehungsweise bedürfe einer Zulassung der zuständigen Abfallbehörde. "Die Stadt Hohenstein-Ernstthal wird zukünftig Beschwerden von Rauchbelästigung nachgehen und die Feuerstelle auf Zulässigkeit beziehungsweise Verstöße prüfen", so das Rathaus. Das unerlaubte Abrennen von Gartenabfällen Geldbußen von 1000 Euro nach sich ziehen, in Extremfällen sogar von 50.000 Euro.

Brauchtumsfeuer werden auf Antrag aber weiter genehmigt, sagt Ordnungsamtschef Ulrich Gruner. Das betreffe die Traditionsfeuer zum 30. April, zu Ostern oder zum St.Martinstag. Erlaubt sei dabei aber nur das Verbrennen von trockenem und unbehandeltem Holz. Hinzu kommen weitere Bedingungen: Brauchtumsfeuer dienen der Brauchtumspflege und seien dadurch gekennzeichnet, dass eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, Organisation oder ein Verein das Feuer unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausrichtet und dieses im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich ist. Anträge für die Hexenfeuer gibt es im Bürgerbüro der Stadt. Die Genehmigung kostet 30 Euro.

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