Gymnasiasten machen viel Theater um den Klimaschutz

Ab morgen darf sich das Gymnasium "Prof. Max Schneider" ganz offiziell Klimaschule nennen. Dafür wurde einiges getan.

Lichtenstein.

Stürme, Hochwasser, Dürre - der Klimawandel hinterlässt weltweit Spuren. Dieses Thema haben die Schüler des Gymnasiums "Prof. Max Schneider" in Lichtenstein im Theaterstück "Earth Play" kreativ wie unterhaltsam aufgearbeitet. Es ist ein gemeinsames Theaterprojekt mit dem Partnergymnasium in Jekaterinburg. Dreisprachig - Englisch, Russisch, Deutsch - begeben sich die Mimen auf die Spurensuche. Das nächste gemeinsame Projekt steht auch schon: 2019 gibt es eine Baumpflanzaktion im Ural.

Das Theaterstück ist nur eines von vielen Projekten des Gymnasiums, das die Schule zur "Klimaschule" qualifiziert. Diesen Titel wird das Gymnasium ab morgen auch offiziell tragen dürfen. Eine Abordnung der Gymnasiums nimmt heute in Dresden an einer Konferenz teil. Dort zeichnen Umweltstaatssekretär Frank Pfeil und Kultusstaatssekretär Herbert Wolff die ersten zehn sächsischen Klimaschulen aus. An der Lichtensteiner Bildungsstätte wird viel dafür getan, den Schülern ein großes Spektrum an Klimawissen zu vermitteln.

Manches haben die Schüler tagtäglich vor Augen. So die Schautafel im Treppenhaus, die die Messdaten der beiden hauseigenen Blockheizkraftwerke (BHKW) anzeigt. Bis gestern erzeugte die gasbetriebene Anlage 774.193 kWh Wärmeleistung, 340.449 kWh Strom und sparte dabei der Umwelt rund 216 Tonnen CO2 -Ausstoß. Darüber schreibt derzeit der Oelsnitzer Ryan Seifert eine Facharbeit. Der 17-Jährige nimmt täglich die Messdaten der beiden BHKW und der Lüftungsanlage, die das Haupthaus klimatisiert. Außerdem zieht die Klima AG der Schule unter Leitung von Sandra Schubert ganz praktische Projekte durch. "Wir bauen zum Beispiel Bienenhäuser, wir pflücken im Stadtgebiet die Äpfel und verarbeiten sie zu Saft", sagt Niels Schubert. Und Jimmy Schubert ergänzt: "Wir sammeln auch Müll aus den Bachläufen." Stolz sind die beiden Zwölfjährigen aus der Klasse 7 c auf ihre Erkenntnisse der CO2- und Feuchtigkeitsmessungen in Klassenzimmern. "In unbelüfteten Zimmern steigt der CO2-Gehalt nach 30 Minuten stark an", sagt Schulleiter Michael Hausmann, der stolz ist auf seine engagierten Schüler. Unter ihnen die 14-jährige Hannah Jurich vom Schülerrat, die heute in Dresden die Schule mit vertritt.

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