Hochgeschwindigkeit mit Helm und hilfsbereite Soldaten ohne

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Ein Marktmeister trotzt der Kälte, ein Jungspund dreht am Gashebel, eine Bibliothek wächst regional und ein Pflegeheim würde gern Soldaten behalten.

Eberhard Vorberger (65) ist genau der Typ Mann, der in die Rolle des Marktmeisters passt: aufgeschlossen, immer zu einem guten Spruch aufgelegt und mit Organisationstalent gesegnet. Der rüstige Rentner aus Hartmannsdorf bei Chemnitz wollte noch ein paar Stunden in der Woche arbeiten. Der Minijob als Marktmeister kam ihm dabei sehr gelegen. Die Marktgilde in Dresden suchte schon lange nach einem würdigen und zuverlässigen Nachfolger für Andreas Großer, der den Job fast 30 Jahre lang erledigte, bevor er am Jahresende seinen Hut nahm. Seit Januar managet nun Eberhard Vorberger den Wochenmarkt. Zunächst auf Probe - die hat er mit Bravour bestanden. "Der Job macht Spaß, auch bei klirrender Kälte. Da muss man sich eben dementsprechend anziehen", sagt er. Bis zum Eintritt in den Ruhestand arbeitete er 20 Jahre lang beim Metallverarbeitung und Vorrichtungsbau M & V in Jahnsdorf. Mit 63 machte er dem Arbeitsleben ein Ende. Doch dann wurde es ihm langweilig. "Ich rede ja gern mit Leuten, das passt perfekt." (hpk)

Lennox Lehmann (15) hat das Einmaleins des Motorradrennsports in der Talentschmiede des AMC Sachsenring gelernt. Das Nachwuchstalent aus Dresden ist Mitglied im AMC und gehört zum Team Freudenberg. Als er im April 2013 zum ersten Mal auf einem Pocketbike saß, infizierte er sich wenig überraschend mit dem Rennsportvirus. Über die kleinen Maschinen kam Lennox 2018 in den Status eines Förderpiloten der ADAC-Stiftung. 2019 konnte er auf KTM den ADAC Junior Cup gewinnen. 2020 legte er kräftig nach, gewann den Titel in der internationalen Deutschen Meisterschaft der Klasse Supersport 300. In dieser Klasse will sich der AMC-Racer noch einmal ein zweites Lehrjahr gönnen und seinen Titel verteidigen. Außerdem stehen drei bis vier Starts mit einer Wild Card in der World Supersport 300 an. Dort soll er schon mal WM-Luft schnuppern. Natürlich will er irgendwann seinem Vorbild Valentino Rossi nacheifern und Weltmeister werden. Und er ist überzeugt: "Motorrad-Rennsport ist nicht nur ein Sport, es ist eine Faszination, eine Leidenschaft, ein Lebensstil dem ich mich voll und ganz hingebe." Zu seinen Hobbys zählt neben Snowboard- auch Pitbikefahren. 2020 holte er bei der Pitbike Open Challenge Pitstock 165 den ersten Platz. (hpk) Sabine Puchner, Leiterin der Kinderbibliothek im Schloss Forderglauchau, freut sich über ein besonderes Geschenk. Es handelt sich um 22 Kinderbücher sächsischer Autoren beziehungsweise Übersetzer, die jetzt in den Bestand der Bibliothek aufgenommen werden konnten. Hintergrund die Zusammenarbeit der Bibliothek mit dem sächsischen Bibliotheksverband. Der hat eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel "Literaturforum Bibliothek" ins Leben gerufen. Damit bekommen sächsische Autoren und Übersetzer die Möglichkeit, ihre aktuelle Werke vor Publikum zu präsentieren. Am 10. März kommt der Markkleeberger Übersetzer Thomas Weile in die Glauchauer Bibliothek und stellt das Buch "Eier. Eine runde Sache" vor, das er aus dem Russischen übersetzt hat. Im Publikum sitzen Schüler der dritten Klassen der Internationalen Grundschule Glauchau. "Für die Kinder ist es sicher spannend, die Arbeit eines Übersetzers kennen zu lernen", sagt Sabine Puchner. Sie selbst zeigt sich erstaunt über die Vielfalt der sächsischen Kinderbuchautoren. Ein Teil der Bücher, die die Bibliothek jetzt bekam, ist bereits an junge Leser verliehen. (sto)

Michael Flach, Pflegedienstleiter im Bethlehemstift in Hohenstein-Ernstthal, hat am Freitagnachmittag die letzten Bundeswehrhelfer verabschiedet. Stabsfeldwebel Timo Gertig und der Oberstabsgefreite Darrell Halang absolvierten ihren letzten Dienst. Vom Kreisverbindungskommando Zwickau war Hauptfeldwebel Uwe Schwarzenberger gekommen, um ein Fazit zu ziehen. Für die Bundeswehrsoldaten, die seit Dezember im Einsatz waren, um bei der Bewältigung der Coronapandemie zu helfen, gab es viel Lob. "Sie könnten gern dauerhaft bleiben. In unsere Branche arbeiten zu wenige Männer", sagt Michael Flach. Timo Gertig, der genau wie sein Kamerad zum Panzerpionierbataillon 701 gehört, will die Zeit im Bethlehemstift nicht missen. "Wir wurden richtig gut aufgenommen", sagt der gebürtige Hohenstein-Ernstthaler, der jetzt in Limbach-Oberfrohna lebt. Vor dem Einsatz im Seniorenheim hatte er bereits im Gesundheitsamt Dienst, um bei der Kontaktnachverfolgung zu helfen. Uwe Schwarzenberg betonte, dass die Hilfseinsätze der Bundeswehr vielseitig sind. Die Soldaten seien unter auch schon bei Hochwasser im Einsatz gewesen. (mpf)

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