Jugendclub "Riot": Einen Schritt weiter

Die Stadt legt einen Pachtvertrag vor. Unterschrieben ist er aber noch nicht. Möglichst vor dem Winter ist noch ein drängendes Problem zu klären.

Lichtenstein.

Nachdem der Verein "Voice of Art" vor knapp drei Wochen angekündigt hatte, die Verantwortung für das Gebäude des Jugendclubs "Riot" zu übernehmen, liegt nun der Entwurf für einen Pachtvertrag vor. Carsten Böhm, Vorsitzender des Vereins, plant entweder Anfang Dezember oder Anfang Januar als neuer Betreiber des derzeit geschlossenen Club einzusteigen. Den Vertrag habe er bislang aber noch nicht unterschrieben. "Es gibt vorher noch einige Details zu klären", so Böhm, der sich deswegen innerhalb der nächsten Wochen noch einmal mit Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) treffen möchte. Die zu besprechenden Details betreffen etwa den Winterdienst oder Wartungsverträge für die Heizung.

Nachdem die Arbeiterwohlfahrt als Betreiber zurückgetreten war, suchte die Stadt Lichtenstein dringend nach einem neuen Pächter für den Club. Dieser steht aktuell noch vor einem akuten Problem. Möglichst noch vor dem Einbruch des Winters sollte dringend das marode Dach repariert werden. Ute Hoch, Vorsitzende der Linksfraktion im Lichtensteiner Stadtrat setzt sich für einen freiwilligen Arbeitseinsatz ein, bei dem auch Jugendliche beteiligt werden könnten.

Bei dem Vorhaben, das Gebäude winterfest zu machen, ist Eile geboten. Florian Richter, Mitglied des Jugendbeirates Lichtenstein, hofft auch auf Fördermittel. Einen entsprechenden Antrag hat er vorbereitet und an den Verein "Voice of Art" weitergeleitet. Richter rechnet mit 60 bis 95 Prozent Fördermittelanteil für etwaige Baumaßnahmen am Gebäude. Der Antrag müsste jedoch schnellstmöglich gestellt werden. Die komplette Auszahlung des Fördergeldes könnte sich dennoch bis 2021 hinstrecken, so der Jugendbeirat: "Dennoch könnte bei einer Zusage der Verein zukünftige Ausgaben besser im Voraus planen."

"Voice of Art" hat bislang nur zugesagt, das Gebäude für Konzerte zu nutzen. Für eine Daueröffnung fehle Geld und Personal. "Wir sind jedoch offen für Kooperationen", sagt Vorsitzender Böhm. Um eine Lösung zu finden, den Club wieder permanent zu öffnen, sitzen Vertreter des Vereins, des Stadtrates, des Jugendbeirates sowie einige Jugendliche selber nun regelmäßig in der Kinderhilfe Lichtenstein zusammen. Die nächste Zusammenkunft wird am 22. November stattfinden. "Wir erwarten, dass dann alle Fraktionen teilnehmen", sagt Ute Hoch. "Jugend geht schließlich alle an."

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