Karl-May-Bücher in 47 Sprachen

Die Literatur des Schriftstellers gibt es im Museum in Hohenstin-Ernstthal in unterschiedlichsten Sprachen - jetzt auch als ukrainische Ausgabe.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Werke des Abenteuerschriftstellers Karl May (1842 bis 1912) erscheinen in aller Welt. Die Enthusiasten im Wissenschaftlichen Beirat des Museums sind stets auf der Spur nach Ausgaben in den verschiedensten Sprachen, die möglichst Teil der Sammlung des Karl-May-Hauses werden sollen. Jetzt hat Museumschef André Neubert drei ukrainische Ausgaben von Winnetou I bis III geschickt bekommen. "Damit sind wir jetzt bei 47 Sprachen", sagt er. Unter anderem gibt es auch Bücher in chinesischer, neuhebräischer, rätoromanischer und isländischer Sprache. Selbst Bücher in Latein und in der Kunstsprache Esperanto gehören zur Sammlung.

Bei den ukrainischen Büchern gab es Unterstützung von Christian Wacker, Museumsdirektor in der zweiten Karl-May-Stadt Radebeul, die wiederum seit 1999 eine Partnerstadt namens Obuchov in der Ukraine hat. "Bei uns stehen die ukrainischen und die russischen Bücher friedlich nebeneinander", sagt Neubert mit Blick auf die Spannungen zwischen den Nachbarstaaten. Auch wenn es um türkische oder kurdische sowie bosnische und serbische Karl-May-Bücher geht, sei das der Fall. "Die ausländischen Ausgaben sind ein sehr interessantes Sammelgebiet", schätzt Neubert ein. Ukrainische Karl-May-Buch gibt es aber auch schon aus dem Jahr 1921, sie erschienen aber in dem Gebiet, das damals zu Polen gehörte.

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