Kommunalwahl: Oberlungwitz sucht Helfer und Kandidaten

Keine Leute, keine Leute? Die Uhr tickt für die Wahlen. Gebraucht werden viele Freiwillige - für die Wahlfunktionen und in den Wahllokalen.

Oberlungwitz.

Demokratie lebt von Mitwirkung und Mitbestimmung durch die Bevölkerung. Doch das funktioniert nur, wenn es genug Leute gibt, die dabei mitmachen wollen und Verantwortung übernehmen. Derzeit suchen Kommunen wie Oberlungwitz intensiv nach entsprechenden Freiwilligen, was sich nicht nur für die Parteien, sondern auch für die Verwaltung offenbar nicht ganz einfach gestaltet.

Unter anderem werden noch Mitglieder für den Gemeindewahlausschuss gesucht, der bei den anstehenden Wahlen das offizielle Ergebnis feststellt. "Wir sind für jeden dankbar, der da mitmacht", sagt Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) auch mit Blick auf die Wahlvorstände in den einzelnen Wahllokalen, wo ebenfalls Helfer gebraucht werden. Dort halten hoffentlich jene zur Stange, die in den vergangenen Jahren mitgemacht haben und beispielsweise an der Stimmenauszählung beteiligt waren. Freiwillige für die verschiedenen Aufgaben werden laut Hetzel entsprechend geschult. "Da sind keine Wunderdinge zu vollbringen, aber man braucht eben Leute", sagt er. Sollten sich beispielsweise für den Gemeindewahlausschuss keine Freiwilligen finden, könnten diese nach Worten des Bürgermeisters auch verpflichtet werden.

Doch dieser Weg wäre das letzte Mittel. Vielmehr hofft der Stadtchef auf freiwilliges Engagement in Oberlungwitz, auch im neu zu wählenden Stadtrat oder mit Blick auf die Vorbereitung der Festlichkeiten zum 750-jährigen Ortsjubiläum, das 2023 ansteht. Kandidaten für die Kommunalwahl im Mai suchen derzeit die Parteien. "Das ist gar nicht so einfach", sagt Helmut Seifert, Fraktionschef der CDU. Er gehört zu den älteren Räten, die durchaus Überlegungen anstellen, nicht wieder zu kandidieren. Doch erst einmal müssten dafür neue Leute her. Bevorzugt auch solche, die in bestimmten Bereichen Fachkenntnisse mitbringen, um Themen wie kommunale Bauvorhaben besser einschätzen zu können. Seifert hofft, dass zumindest zwölf Kandidaten auf der Liste der CDU stehen werden. Derzeit ist die Partei mit neun Mitgliedern im Rat vertreten. Wer mitmachen will, muss zumindest drei Termine im Monat einplanen: die Sitzungen des Stadtrates, Ausschusses und der Fraktion.

Die Partei Die Linke hat derzeit drei Mitglieder im Rat. Die Stimmen bei der letzten Wahl hätten für vier Sitze gereicht, aber es gab keinen vierten Kandidaten. "Das droht uns auch jetzt wieder", sagt Fraktionschef Ronald Wandel. Er hofft, in den nächsten Wochen noch Leute zu finden, die sich für die Wahl aufstellen lassen. "Es gibt viele, die immer nur meckern. Jetzt gibt es die Möglichkeit, auch selbst etwas für die Stadt zu tun", sagt er. Besondere Vorkenntnisse seien nicht unbedingt nötig, da die gestandenen Räte auf jeden Fall beim Einstieg in das Amt des Stadtrates helfen würden.

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