Kommune spart bei neuem Einsatzwagen

Vergangenen Oktober gab der Transporter der Feuerwehr von St. Egidien den Geist auf. Jetzt gibt es dafür Ersatz. Der ist zwar nicht komplett neu, dafür hat die Kommune aber etwas Geld gespart.

St. Egidien.

Auch wenn es nur ein Gebrauchtwagen ist - für die Feuerwehr von St. Egidien fühlt sich der Mannschaftstransporter dennoch wie ein Neuwagen an. Am Freitag wurden die Schlüssel für das Fahrzeug übergeben, nachdem die Kameraden zuvor für über ein halbes Jahr ohne Mannschaftstransporter auskommen mussten.

Lang hatte der Vorgänger des neuen Einsatzfahrzeugs gedient - Wehrleiter Claudio Köhler schätzt 15 oder 16 Jahre. Doch im vergangenen Oktober war dann Schluss. Ein Getriebeschaden legte den Transporter lahm. Etwa 8000 Euro hätte eine Reparatur die Gemeinde damals gekostet, sagt der Bürgermeister von St. Egidien, Uwe Redlich (parteilos). "Wegen des Alters hätte sich ein neues Getriebe nicht mehr gelohnt. Es war ein wirtschaftlicher Totalschaden", erinnert sich Wehrleiter Köhler.


Also musste ein neuer Mannschaftstransporter angeschafft werden. Bereits Ende November landete das Thema im Gemeinderat, wo der Kauf eines neuen Fahrzeugs beschlossen wurde. Seitdem ist fast ein halbes Jahr vergangen. Laut Bürgermeisterist das aber keine ungewöhnliche Zeitspanne. "Bei fabrikneuen Feuerwehrfahrzeugen kann die Wartezeit bis zu anderthalb Jahre betragen", erklärt er.

Doch der jetzt angeschaffte Transporter ist nicht fabrikneu. Es handelt sich um einen Gebrauchtwagen - drei Jahre alt, 22.000 Kilometer Laufleistung. Und trotzdem kommt das Auto erst jetzt zu seinen ersten Einsätzen für die Feuerwehr. Zuvor war der VW ein normaler Transporter - zum Feuerwehrauto musste er erst umgebaut werden. So erklärt sich auch die lange Wartezeit. Darum gekümmert hat sich das Autohaus Motor-Lichtenstein.

Um Geld zu sparen, wurde für den Ankauf eine klare Budgetgrenze gesetzt. 20.000 Euro durften maximal ausgegeben werden. "Ein Neufahrzeug kostet um die 40.000 Euro", sagt Redlich. So wurde immerhin fast die Hälfte des Neupreises gespart - auch wenn das mit Blick auf den Gesamthaushalt der Kommune nicht allzu viel Geld ist.

St. Egidien denkt indes bereits über den nächsten Kauf nach. Ein altes Löschfahrzeug - Baujahr 1975 - muss ersetzt werden. "Das wird bereits seit mehreren Jahren geplant", erklärt Redlich. Er hofft, dass noch in diesem Jahr der Startschuss für den Kauf fällt. Die Kosten für das neue Löschfahrzeug dürften dann deutlich höher ausfallen als für den neuesten Kauf. Der Bürgermeister rechnet mit etwa 400.000 Euro.

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