Kräftige Farben, starke Botschaften

Die Düsseldorferin Khatia Gudushauri zeigt derzeit ihre Werke im Meeraner Kunsthaus. Ihre Themen: Menschen, Freiheit, Rechte.

Meerane.

Khatia Gudushauri ist noch immer von der Herzlichkeit der Meeraner begeistert. "Ich bin so freundlich aufgenommen worden", sagt die 45-jährige Düsseldorferin, die noch bis 17. November unter dem Titel "Von der Kraft der Farben" in der Galerie im Kunsthaus am Markt ausstellt. Mehr als 100 Freunde des Kunstvereins waren vor Tagen der Einladung zur Eröffnung der Ausstellung gekommen, für die Gudushauri 32 Werke aussuchte, die die Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens dokumentieren.

Auch Rathauschef Lothar Ungerer (parteilos) hatte sich Zeit genommen, um innerhalb der Vernissage mit der Malerin, den Gästen und Mitgliedern des Kunstvereins ins Gespräch zu kommen. "Ich bin begeistert. Die kräftigen Farben bringen Lebendigkeit", so der Bürgermeister. Die Kunsthistorikerin Maren Kratschmer-Kroneck formuliert es so: "Der Malprozess verlangt von ihr höchste Konzentration und physische Kraft. Die meisten Bilder entstehen in einem Guss, werden so von der Seele gemalt." Je weniger Platz, desto schwerer sei es, Raum und Tiefe zu schaffen. "Das ist schon eine Herausforderung", so die Malerin, die aus Georgien stammt und seit 1995 in Deutschland lebt.

Das Malen sei ein emotionaler Akt, der durch nachträgliche Korrekturen nicht geschönt werden soll. Das komme recht gut bei den Bildern mit dem Titel "Intension" zum Ausdruck. Der bewegte rhythmische Pinselduktus sei hierbei ihre ganz individuelle Handschrift. "Ich bevorzuge Spektralfarben", erläutert Gudushauri. Die intensiven Farben würden Tragisches und Dramatisches widerspiegeln, die hellen Farbklänge assoziierten Leichtigkeit und Gelöstheit. Letztlich gehe es um den Menschen im Makrokosmos - befreit von allen Repressalien, von Zwängen und Gewalt.

"Für mich ist es eine Ehre, in Meerane auszustellen", fügt die Malerin an. Sie freue sich, in der Reihe namhafter Künstler aufzutauchen, die bereits im Kunsthaus ihre Werke gezeigt haben. Gudushauri hat in Weimar und Dresden studiert. 2003 ist sie als bildende Künstlerin in die Selbstständigkeit gegangen. Seit 1984 kann sie auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen verweisen. Nach Gudushauri stellt Tilmann Röhner (Dennheritz) in der Galerie aus. Die Schau trägt den Titel "Hippomania".

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