Makra geht noch immer unter die Haut

Ein Wüstenbrander Unternehmen feiert im Jahr 2018 sein 30-Jähriges. Es war ein langer Weg vom reinen Chemielieferanten zum Anbieter komplexer Dienstleistungen für Großbetriebe.

Wüstenbrand.

Staplerfahrer Mike Titze platziert zentimetergenau eine Palette mit Reinigungschemikalien im Hochregallager der Firma Makra im Wüstenbrander Gewerbegebiet. Wo was hingehört oder herzuholen ist, sagt ihm ein Computer. Aber auch so kennt er das Lager wie seine Westentasche, weiß mit den eingelagerten Produkten etwas anzufangen. Seit 2008 arbeitet er bei Makra.

Wenn er im kommenden Jahr seine 10-jährige Betriebszugehörigkeit feiert, dann darf Makra insgesamt bereits auf 30 Jahre zurückblicken. Heute beschäftigt das von Norbert Kraft im Jahr 1988 mit nur drei Mitarbeitern gegründete Unternehmen 250 Beschäftigte. Drei eigenständige Betriebe gehören zur Makra-Gruppe: der Stammsitz im baden-württembergischen Göppingen und die Standorte in Salzburg und Wüstenbrand. Zum sächsischen Standort gehören rund 70 Mitarbeiter. Inzwischen ist Makra über seine Vertriebspartner europaweit aktiv. Was einst als reiner Anbieter von chemischen Erzeugnissen für die Kfz-Branche, das Handwerk und die Industrie begann, hat sich längst zu einem Dienstleister mit einem komplexen Paket gemausert. Was das heißt, erklärt Regionalverkaufsleiter Ulrich Müller an einem simplen Beispiel aus den Anfängen. "In einer Kfz-Werkstatt wird einiges an Chemikalien gebraucht. Die Mechaniker müssen aber auch die öligen Hände wieder sauber bekommen. Und die Haut soll dabei nicht leiden. Also lieferten wir die Hygieneprodukte in Verbindung mit berührungslosen Spendersystemen gleich mit - auch für Papierhandtücher und die richtigen Hautpflegemittel." Diese Dienstleistungen baute Makra im Laufe der Jahre weiter aus. Das Konzept wurde fast zu einer Firmenphilosophie weiterentwickelt. "Produktionsbetriebe sollen sich voll und ganz auf die Produktion konzentrieren können und Ressourcen nicht auf anderes verschwenden", nennt Ulrich Müller den Kern der Idee. Heute liefert Makra neben den chemischen Produkten auch Service und Beratung sowie ein ganzes Paket an Dienstleistungen gleich mit. "Das heißt, wir bieten Unternehmen zum Beispiel an, die Arbeits- und Brandschutzbelehrungen für die Mitarbeiter zu übernehmen." Makra bildet Brandschutz- und Ersthelfer aus. Und das Unternehmen übernimmt auch die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen turnusmäßigen Prüfungen der ortsveränderlichen elektrischen Geräte. Diese Sicherheitskonzepte sparen den Unternehmen Zeit sowie Kosten und reduzieren das Gefahrenpotenzial für die Mitarbeiter. "Wir beraten Firmen hinsichtlich der Umsetzung von Gesundheits- und Umweltschutzaufgaben, führen Produktschulungen durch. Entweder beim Kunden oder im eigenen Schulungszentrum. Mit all diesen Angeboten entlasten wir die Unternehmen", sagt Müller.

Und die Konzepte funktionieren. Makra hat bei vielen Unternehmen Fuß gefasst, ist bei VW, Audi, Porsche, aber auch direkt vor Ort bei Thyssen Krupp Engineering vertreten. Und die Sache mit dem Hautschutz, egal ob beim Maurer oder Kfz-Mechaniker, ist nicht vergessen, sondern perfektioniert worden. Müller: "2014 waren in Deutschland fast die Hälfte aller bestätigten Berufserkrankungen Hauterkrankungen. Ein Grund mehr, das Thema nicht aus den Augen zu verlieren."

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