Marktschwärmer: Andrang bei erster Abholung

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Insgesamt 92 Kunden kamen am Donnerstag ins Lichtensteiner "Riot" und deckten sich mit Erzeugnissen aus der Region ein.

Lichtenstein.

Lange haben die Schmidls auf diesen Moment hingearbeitet. Am Donnerstagabend war es endlich soweit. Die erste Abholung der neugegründeten Lichtensteiner Markschwärmerei konnte beginnen. "Es war ein großer Erfolg, besser als erwartet", sagt Dietmar Schmidl. Zusammen mit seiner Frau Angela ist er Inhaber der Kräutermanufaktur "Am Kräuterberg" - und Gründer der Marktschwärmerei.

Dabei handelt es sich kurzgesagt um einen Online-Bio-Bauernmarkt. Über die Internet-Plattform der Marktschwärmer kaufen die Kunden per Klick ein. Angemeldete regionale Erzeuger stellen ihnen ihre Produkte zur Auswahl. An einem bestimmten Tag, in Lichtenstein ist das seit dieser Woche immer der Donnerstag ab 17 Uhr, holen die Kunden ihre Ware ab.

So kamen an diesem Donnerstag 92 Leute ins "Riot", um ihre 117 Bestellungen abzuholen, berichtet Dietmar Schmidl. Besonders gut gingen die Bioeier vom Biohof Kretzschmar aus Gersdorf, Dexter-Rind und Duroc-Schwein vom Bauernhof Scholz aus Striegistal sowie alle Arten von Backwaren. Insgesamt 19 Erzeuger sind mittlerweile an Bord der Lichtensteiner Schwärmerei.

Wegen der Corona-Auflagen mussten die Kunden allerdings etwas länger vor dem Riot anstehen. "Es hat aber niemand gemeckert", freut sich Dietmar Schmidl. Damit nicht zu viele Menschen zur gleichen Zeit vor Ort waren, wurden die Abholer in zwei Gruppen geteilt. Die erste Hälfte kam ab 17 Uhr, die zweite ab 18 Uhr. Auf dem Parkplatz vor dem Riot wurde ein Einbahnstraßensystem errichtet. "Wir danken auch dem Bauhof für die Schneeberäumung vor Ort", sagt Schmidl, der sich bereits auf die nächste Abholung am kommenden Donnerstag freut.

Ursprünglich hatte die Schwärmerei schon im September 2020 eröffnen sollen. Doch es kam zu Verzögerungen. Damit eine Schwärmerei mit dem Verkauf starten kann, sind zunächst 150 Unterstützer nötig, die sich online auf der Plattform anmelden. Diese Marke wurde erst Anfang 2021 geknackt. Aktuell gibt es laut Angaben des Plattformbetreibers 117 lokale Schwärmereien in Deutschland. Im Corona-Jahr 2020 hätten sich die Bestellungen insgesamt verdoppelt.

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