Mathe-Prüfung bleibt Streitpunkt

werdau.

Das sächsische Kultusministerium hat auf die von Schülern gestartete Petition zur Anpassung des Matheabiturs reagiert. Nun bekommen alle Abiturienten einen zusätzlichen Punkt für die Matheprüfung. Für die meisten bedeutet der Zusatz eine bessere Note und damit einen besseren Abiturschnitt. Mit diesem Ergebnis geben sich die Zwölftklässler des Werdauer Alexander-von-Humbold-Gymnasiums jedoch nicht zufrieden. Sie kritisieren, dass das Ergebnis nicht früher kam, da es nun nicht möglich sei, sich für eine Nachprüfung einzutragen, die das Ergebnis verbessern kann. "Wieso war es nicht möglich, die Änderung bereits bei der Verkündung der Prüfungsergebnisse zu veröffentlichen?" fragt Schüler Jakob Oehler im offenen Brief an das Kultusministerium. Darüber hinaus kritisiert er, dass man eher den Bewertungsmaßstab hätte ändern sollen als jedem Schüler den zusätzlichen Punkt zu geben. Ausschlaggebend für die im Mai ins Leben gerufene Petition war die Matheprüfung. Kritisiert wurden die ungewöhnlichen Aufgabenstellungen und die unzureichende Arbeitszeit. Die Coronakrise hatte die Schüler gezwungen, sich zu Hause auf die Prüfungen vorzubereiten. Die Schüler fordern nun eine Erklärung, warum die Entscheidung so spät gefallen ist. (trhe)

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