Medaillen auch für den Nachwuchs

Kreissportbund-Präsident Jens Juraschka fordert eine Gleichbehandlung bei Auszeichnungen.

Werdau.

Jens Juraschka, Präsident des Kreissportbundes Zwickau, vertritt in der Sportmedaillen-Debatte einen klaren Standpunkt: Die Auszeichnung soll aus seiner Sicht durch den Landkreis Zwickau weiterhin an Kinder und Jugendliche, die hervorragende sportliche Leistungen erbracht haben, übergeben werden.

"Egal ob Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren: Wir sollten für jeden Sportler unabhängig vom Alter die gleiche Messlatte anlegen", fordert Jens Juraschka, der das Thema zur nächsten Beratung des Präsidiums besprechen will.

Zur jüngsten Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses des Kreistages war ein Streit um die Übergabe der Sportmedaillen an Nachwuchssportler entbrannt. Die Kreisräte Helga Strobelt (Linke) und Wolfgang Streubel (CDU) hatten angeregt, auf die Ehrung von Kindern und Jugendlichen zu verzichten. Landrat Christoph Scheurer (CDU) will sich zur weiteren Verfahrensweise mit dem Kreissportbund verständigen. Eine Entscheidung wird im März 2017 erwartet.

Ein Argument der Kreisräte, die eine Straffung des Sportmedaillen-Systems fordern: Durch die Auszeichnung würde die Gefahr bestehen, dass Kinder und Jugendliche die Bodenhaftung verlieren. "Aus meiner Sicht müssen Eltern und Trainer darauf achten, dass so etwas nicht passiert", sagt Juraschka, der zudem deutlich macht: "Es gibt auch erwachsene Sportler, die nach der Übergabe einer Sportmedaille die Nase weit oben tragen."

In den vergangenen sieben Jahren durften rund 1000Sportler aus dem Landkreis eine Sportmedaille in Empfang nehmen. Davon ging ein Drittel an Kinder und Jugendliche.

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